Zukunftsaussichten: Wohnen im Alter
Wie könnte altersgerechtes Wohnen in Zukunft aussehen? Das Labor der DAI stellt sich diese Frage unter dem Blickwinkel des Informatikers. Sie suchen gezielt nach Strategien, wie man im Alter durch technische Hilfsmittel im Alltag unterstützt werden könnte. Dabei geht es um einfache Sachen wie Kochhilfen für Senioren, die direkt via Bildschirm und Multimediaausstattung in einer Küche installiert sein kann. So kann ein Diabetiker gezielt Rezepte auswählen und sich eine Einkaufsliste auf sein Handy schicken lassen. Anschliessend sagt einem der Computer, was genau man zu tun hat.
Ein Problem bei der Einschätzung des Nutzens eines solchen Systems bilden derzeit die Probanden. Immerhin sind die derzeitigen Rentner nicht in einer Multimediawelt aufgewachsen und deswegen im Umgang mit technischen Computersystemen nicht geschult. Allerdings blickt die Forschung in die Zukunft. Wenn über 4 Millionen Deutsche 2030 über 80 Jahre alt sein werden, handelt es sich um eine Generation technikerprobter Menschen, die mit Computern aufgewachsen sind.
Systeme dieser Natur heißen in der Fachsprache “ambient assisted living” und schon jetzt gibt es in Potsdam einen Prototypen dieser Art. Die Gewoba hat eine seniorengerechte Wohnung ausgestattet, die diese technischen Ideen umsetzt. Dabei wurde sowohl auf modernes, schickes Design geachtet, als auch auf den Aspekt absoluter Funktionalität. So gibt es höhenverstellbare Betten, elektrische Schiebetüren und ein durchdachtes Lichtsystem, welches vom Bett aus bis zum Bad gesteuert werden kann. Vor allem im Bereich der Sensorik konnten viele nützliche Aspekte entwickelt und umgesetzt werden. So geht beim Verlassen der Wohnung jedes elektrische Gerät automatisch aus, falls mal vergessen wurde etwas auszuschalten. Die Ideen reichen soweit, sogar den Boden mit speziellen Sensoren auszustatten, um einen möglichen Sturz automatisch zu erfassen und schnell Hilfe leisten zu können.


