Das Neue Schloss
Im Herzen der Landeshauptstadt Stuttgart befindet sich, in unmittelbarer Nähe zum Alten Schloss der Stadt, das Neue Schloss. Der Spätbarockbau erinnert noch an die französischen Vorbilder des 17. Jahrhunderts und ist eines der letztens großen Stadtschlösser in Süddeutschland. In den Jahren von 1746 bis 1807 ließ Herzog Karl Eugen in Anlehnung an das berühmte Versailles, diese Anlage mit drei Flügeln errichten. Im Laufe des Zweiten Weltkrieges wurde auch diese ehemalige Residenz der Könige von schweren Zerstörungen nicht verschont und musste deshalb später wieder aufgebaut werden. Mittlerweile findet sich hier das Finanz- und Kultusministerium und auch die Landesregierung nimmt das Neue Schloss für Repräsentationszwecke in Anspruch.
Schloss Stuttgart, Quelle: Dieter Poschmann / pixelio.de
Fernsehturm
Der Stuttgarter Fernsehturm wurde zwischen 1954 und 1956 unter der Leitung der beiden Ingenieure Fritz Leonhardt und Erwin Heinle erbaut. Damals wurde er als erster Fernsehturm in Stahlbetonbauweise weltweit errichtet und wurde so zum bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. In Stuttgart Degerloch ragt er seitdem 217 Meter in die Höhe und bietet Ausblicke über die Stadt, bis hin zur Schwäbischen Alb und dem Schwarzwald. An sehr klaren Tagen können Besucher von der Aussichtsplattform in 150 Metern Höhe sogar bis zur Alpen-Kette sehen. Neben seiner Funktion für den Südwestrundfunk, ist er für Besucher auch mit einem Turmcafé, ehemaligem Restaurantgeschoss, Küchengeschoss und Technikgeschoss ausgestattet.
Fernsehturm Stuttgart, Quelle: Karin Walker / pixelio.de
Der Bahnhof
Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Zugverkehr stark zunahm, brauchte auch Stuttgart einen geeigneten Bahnhof, der daraufhin nach einigen Überlegungen durch einen Beschluss von König Wilhelm II. von Württemberg vor dem Stadttor errichtet wurde. Zu einem der Wahrzeichen Stuttgarts wurde er durch seinen charakteristischen Bahnhofsturm, der dem Bahnhofsgebäude einen hohen Wiedererkennungswert gab. Zuletzt geriet der Bahnhof durch das geplante Projekt Stuttgart 21 ins Gespräch, in dessen Rahmen ein unterirdischer Durchgangsbahnhof errichtet werden soll. Nachdem der Nordflügel des Gebäudes bereits abgerissen wurde, sollen nun Schlossgartenflügel und die bisherigen Bahnanlagen folgen, um die Arbeiten bis 2019 zu beenden.
Der Bahnhof, Quelle: Michael Hirschka / pixelio.de
Mercedes Benz Museum
Stuttgarts Mercedes-Benz Museum ist in seiner Art ein einzigartiges, da hier die Geschichte der Automobilindustrie, die nun schon auf fast 125 Jahre zurückblickt, lückenlos dargestellt wird. Besucher des Museums erwarten eine 16 500 Quadratmeter große Ausstellungsfläche über neun Ebenen, die insgesamt 160 Fahrzeuge und mehr als 1 500 Exponate präsentieren. Angefangen beim Pferd und dem Umstieg auf motorbetriebene Kutschen, besteht die Möglichkeit zweier gegenläufiger Rundgänge. Vom ersten Tag an, lässt sich die Geschichte des Automobils dann über thematische Kollektionen oder verschiedene Mythosräume, die sich mit je einer Zeitepoche befassen, erkunden. Anschließend wird durch einen eigenen Bereich „Faszination Technik“ noch Zugang zu Prototypen und Forschungsfahrzeugen geboten.
Mercedes Benz Museum, Quelle: Michal Tomek / pixelio.de