Schlecker-Mitarbeiter evtl. zu Rossmann
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Rossmann bestätigte nun einen Bericht aus dem Tagesspiegel nach dem einige der ehemals bei Schlecker Beschäftigten bei Rossmann eine neue Anstellung finden könnten. Rund 12.000 Mitarbeiter sind nach der Pleite bei Schlecker entlassen worden. Einem Teil sicherte der Sprecher der Rossmann AG eine Jobchance zu. Jedoch handelt es sich hierbei nicht um ein garantiertes Übernahmeangebot. Rossmann eröffnet im Jahr durchschnittlich 100 neue Märkte und in diesen sollen insgesamt rund 1000 Mitarbeiter angestellt sein. Rossmann Chef, Dirk Roßmann, machte aber deutlich, dass er durchaus willig sei ehemalige Schlecker Angestellte einzustellen. Auch in der Vergangenheit sei es schon zu Übernahmen gekommen.
Wie es unabhängig von Rossmann mit den Schlecker Angestellten weiter geht, soll ab Dienstag ein Thema sein. Dann starten in Ulm die Verhandlungen, in denen sich die Gewerkschaftsvertreter mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter beraten. Oberstes Ziel sei es nach wie vor so viele Arbeitsplätze wie möglich bei Schlecker zu sichern. Die Mitarbeiter seien auch aufgerufen ihre Sanierungskonzepte anzugeben. Auch die Politik ist gefragt. Es wird über eine Zwischenfinanzierung mittels Transferleistungen nachgedacht, um die Sanierung des Unternehmens zu ermöglichen. Dass es hierbei tatsächlich um Summen von über 70 Millionen Euro gehe, bestätigte ein Schlecker-Sprecher noch nicht.
Baden-Württembergs Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid plädierte für eine länderübergreifende Hilfe. Der Stellenabbau betreffe vor allem Frauen über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Wenn sich Bund und Länder zusammen schließen, können man laut Schmid schnell eine Transferleistung stellen. Laut Rettungsplänen von Schlecker sollen ab April wieder schwarze Zahlen geschrieben werden. Hierfür schließt das Unternehmen rund 2400 der derzeitigen 5400 Filialen. Auch die Tochter-Firma IhrPlatz speckt ab und streicht über 900 Jobs, auch 142 Filialien müssen dran glauben.


