Rauchmelder werden Pflicht
Kürzlich ergab eine repräsentative Umfrage in Deutschland, dass mit 72 Prozent der Befragten, die deutliche Mehrheit Rauchmelder für “wichtig” oder “sehr wichtig” sind. Allerdings hat nur die Hälfte der Befragten, auch einen Rauchmelder in ihren privaten Wohnräumen installiert. Obwohl in Deutschland jährlich ca. 500 Menschen durch Brände tödlich verunglücken, nimmt die flächendeckende Ausstattung der Haushalte mit Rauchmeldern nur langsam Form an.
Rund zwei Drittel aller Brandopfer werden im Schlaf vom Feuer überwacht. Der Geruchssinn wirkt hierbei nicht und der Rauch kann nicht wahrgenommen werden. Deshalb erwachen die meisten erst, wenn Rauchkonzentration und Temperatur derart angestiegen sind, dass es zu spät ist. Ein Rauchmelder in der Wohnung kann so schnell zum Lebensretter werden, denn vor allem dieser Rauch ist oft gefährlicher als das Feuer selbst, das selbst das Einatmen schon tödliche Folgen haben kann.
Zumindest in mittlerweile neun Bundesländern ist das Gerät, das bereits bei erster Rauchentwicklung Alarm schlägt, bereits zur Vorschrift für Neu- und Umbauten geworden. Meist sieht eine Regelung vor, innerhalb einer bestimmten Frist nachzurüsten. Dennoch sind bisher nur etwa 63 Prozent der Haushalte entsprechend ausgestattet, was jedoch vor allem auch eine breite Informationslücke über das Bestehen einer solchen Vorschrift zur Grundlage hat.
Generell wird empfohlen zumindest in Schlaf- und Kinderzimmern einen Rauchmelder anzubringen. Der kann jedoch auch nur dann zum lebenswichtigen Vorteil werden, wenn dieser richtig installiert ist. Sie brauchen genügend Abstand zu den Zimmerwänden und dürfen sich außerdem nicht in der Nähe von Luftschächten oder starker Zugluft befinden. Auch sollte man bei Kauf und Installation stets einen Experten zu Rate ziehen und sich nicht etwa am Wühltisch bedienen.


