Die Windmühle
Unter Friedrich Wilhelm II. Entstand zwischen 1987 und 1791 die Historische Mühle von Sanssouci, die schon bald über die Grenzen Potsdams hinaus bekannt wurde. Mit einer Gesamthöhe von 25,78 Metern entspricht sie architektonisch gesehen dem neuesten Stand der Technik der damaligen Zeit. Eine Legende besagt, dass Friedrich der Große sich durch das Geklapper der Mühlenfügel so gestört fühlte, dass er die Mühle still legen wollte. Der damalige Müller wies seine Majestät persönlich darauf hin, dass selbst der Kaiser eine Enteignung nicht ohne die Zustimmung des Kammergerichts erwirken könne. Heutzutage beherbergt der Mühlenturm eine Reihe von Ausstellungen, sowie einen kleinen Laden.Belvedere auf dem Klausberg
Das Belvedere auf dem Klausberg wurde im Jahre 1770 von Friedrich dem Großen errichtet. Ganz seinem Namen entsprechend sollte dieses, architektonisch an den antiken römischen Kaiserpalast angelehnte Aussichtsgebäude, dem Kaiser eine schöne Aussicht auf den Park Sanssouci möglich machen. Am Ende des zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude fast gänzlich zerstört. Erst im September 2002 wurden die Restaurierungsarbeiten am zerbombten Belvedere fertig gestellt. Das Gebäude hat einen runden Grundriss und mehrere Säle. Der Bauentwurf stützte sich auf Überlieferungen antiker Schriftsteller und einer Darstellung eines Brunnengebäudes auf einer römischen Münze.
Belle Vedere, Quelle: Uwe Wattenberg / pixelio.de
Das Nauener Tor
Das Nauener Tor das 1754 im Stile der Neogotik erbaut wurde ist eines der drei noch erhaltenen Stadttore Potsdams. Das architektonisch vom Inveraray Castle in Schottland inspirierte Bauwerk verband die Stadtmauer mit den beiden anderen Toren, dem Jägertor und dem Brandenburger Tor am Potsdamer Luisenplatz. Da die Stadtmauer nicht mehr erhalten ist verbindet heute eine Promenade die drei übrig gebliebenen Stadttore. Die Innenräume des Nauener Tors wurden vielfältig genutzt. Sie boten dem Militär, Händlern, sowie der Verwaltung bis hin zu Restaurants Platz. Mittlerweile ist die Gegend rund um das Nauener Tor ein beliebter Treffpunkt für die Einwohner Potsdams und von zahlreichen Cafés, Bars und Restaurants gesäumt.
Nauener Tor, Quelle: Rainer Sturm / pixelio.de
Schloss Babelsberg
Das Schloss Babelsberg wurde zwischen 1835 und 1849, ähnlich wie das Nauener Tor im Stile der englischen Gotik erbaut. Es liegt im gleichnamigen Park und Stadtteil der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam und diente den letzten preußischen Kaisern als Sommerresidenz. In die Geschichte eingegangen ist das im Schloss stattgefundene Gespräch zwischen König Wilhelm I. und Bismarck, aus dem die Ernennung Bismarcks zum Ministerpräsidenten und Außenminister hervorging. Die stark ans Mittelalter angelehnte Bauweise des Architekten Karl Friedrich Schinkel drückt sich in den gotischen Elementen des Schlosses. Das Schloss steht mittlerweile als Weltkulturerbe der UNESCO unter Denkmalschutz.
Schloss Babelsberg, Quelle: Uwe Wattenberg / pixelio.de
Hans Otto Theater
Das Hans Otto Theater ist das brandenburgische Landestheater mit Sitz in Potsdam. Seit 2006 spielt das Ensemble im neuen Theater am Ufer der Havel. Bereits 1795 eröffnete das erste Schauspielhaus am Potsdamer Stadtkanal, welches während des Zweiten Weltkrieges schwer beschädigt wurde. Das Landestheater zog nach dem Krieg zunächst in das Neue Palais im Schlosstheater, suchte aber über Jahrzehnte nach einer neuen Bleibe. Es erhielt 1956 den Namen „Hans Otto Theater“, der an den 1933 von den Nazis ermordeten Schauspieler Hans Otto erinnern soll. Mit dem Bau des Neubaus, einem fünfgeschössigen Gebäude mit schalenförmigen, auskragenden Dächern, wurde 2003 begonnen. Finanziert wurde das Vorhaben von der Landeshauptstadt Potsdam, sowie der Landesentwicklungsgesellschaft Brandenburgs.
Hans Otto Theater Potsdam, Quelle: Peter von Bechen / pixelio.de
Die Glienicker Brücke
Die Glienicker Brücke ist eine 128 Meter lange dreifeldrige Eisenfachwerkbrücke, die die Städte Potsdam und Berlin über die Havel hinweg verbindet. Sie verknüpft den Ortsteil Wannsee des Bezirks Steglitz-Zehlendorf und den Potsdamer Stadtteil Berliner Vorstadt. Bereits Ende des 17. Jahrhunderts war eine erste Brückenkonstruktion an diese Stelle gebaut worden. Die heutige Glienicker Brücke, die ihren Namen dem in der Nähe gelegenen Gut Klein Glienicke verdankt, ist die mittlerweile Vierte Verbindung über die Havel. Die Rolle gelangte während des kalten Kriegs zu internationalem Ruhm. Da die Brücke für die beiden Besatzungsmächte Sowjetunion und USA gut erreichbar und absicherbar war, fanden auf ihr spektakuläre Gefangenenaustauschs statt. In dieser Zeit wurden insgesamt 40 solcher Aktionen durchgeführt, wobei die meisten der Gefangenen vermeintliche Agenten waren.Das Brandenburger Tor
Ein für viele unbekannter Fakt ist, dass Potsdam ebenfalls ein Brandenburger Tor besitzt. Seinen Namen erhielt es aufgrund seines Durchgangscharakters zur Stadt Brandenburg. Wie das Nauener Tor ist auch das Brandenburger Tor Teil der nicht mehr erhaltenen alten Stadtmauer. Es wurde 1770 im Auftrag Friedrichs des II. gebaut und sollte als Zeichen des Sieges nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges dienen. Vorbild für das Bauwerk ist der Konstantinsbogen in Rom. Die Architekten Carl von Gontard und Georg Christian Unger gestalteten zwei völlig unterschiedliche Seiten. Die Stadtseite zeichnet sich durch korinthisierenden Lisenen und Trophäen aus, während die Feldseite auf goldene Verzierungen setzt. Das Brandenburger Tor ist seit dem Abbruch der Stadtmauer ein freistehendes Bauwerk.
Brandenburger Tor, Quelle: Holger Seeger / pixelio.de
Alexander Newski Kirche
In einer Mischung aus altrussischem Baustil und klassizistischer Architektur entstand zwischen 1826 und 1829 als Zeichen der guten Beziehungen zwischen Preußen und Russland die russisch orthodoxe Alexander-Newski-Gedächtniskirche. Ihren Namen erhielt die Kirche zu Ehren an den heilig gesprochenen russischen Fürsten Alexander Jaroslawitsch Newski. Das sakrale Gebäude sollte als Ort des Glaubens für die aus Russland stammenden Soldaten des Sängerchors der russischen Kolonie Alexandrowka dienen. Die Kirche ist das älteste russisch-orthodoxe Kirchengebäude in Westeuropa und steht seit 1999 als Weltkulturerbe der UNESCO unter Denkmalschutz. Heute ist in der Kirche eine russisch-orthodoxe Gemeinde von etwa 1000 Gläubigen beherbergt.
Alexander Newski Kirche, Quelle: Manfred / pixelio.de