Schulsystem © pressmaster – Fotolia.com
Bayerns Schulsystem soll transparenter werden, so der Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU). Das Ziel – mehr Schüler sollen das Abitur schaffen können. Erreicht wird das durch stärkere Zusammenarbeit mit den Mittel- und Realschulen sowie die Einführung von speziellen Klassen, die die Schüler zu Abitur begleiten sollen.
Als Beispiel führt der Kultusminister das 9-plus-2-Modell an. So sollen nach der Hauptschule, die Schüler, die einen guten Abschluss haben innerhalb von zwei Jahren einen Realschulabschluss machen können.
Die Entwicklung im Kindesalter ist unterschiedlich. So machen einige im Grundschulalter Entwicklungssprünge und manche erst in der weiterführenden Schule. Damit kein Kind ein Nachteil erfährt, nur weil er zu denen gehört, die erst in der siebten Klasse ihre altersgerechte Reife erhalten, soll der Zugang zum Abitur erleichtert werden. Wie das funktionieren soll? Durch Einführungsklassen. In den Einführungsklassen soll es Vorbereitungsklassen für das Gymnasium geben. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, innerhalb neun Jahre das Abitur machen zu können, anstatt acht Jahre. Eine weitere Chance für den Erwerb eines Hochschulabschlusses soll es and den Fachoberschulen geben. In speziellen Vorklassen sollen Schüler auf das Abitur vorbereitet werden.
Das klingt erst einmal alles ganz gut, aber überhaupt nicht neu. Oberschulen und 9-plus-2-Varianten gibt es nämlich bereits. Bereits heute erhalten rund 40 Prozent mit mehr das Allgemeine Abitur, sondern eines mit einer speziellen Ausrichtung. Es gibt Wirtschaftsgymnasien, Ernährungswissenschaftliche Gymnansien, sowie Technische und Soziale Gymnasien. Hinzu kommen Fachoberschulen und Berufskollege. Diese gibt es nicht erst seit gestern. Deswegen ist die Erneuerung eigentlich gar keine. Wichtig wäre es, wenn man Nachhilfe-Klassen für die Schüler mit einplanen würde, und zwar in jeder Stufe. Kinder sollten die Möglichkeit erhalten, das Lernen erlernen zu können.
Viele Eltern können sich eine Nachhilfe nicht leisten. Ebenso viele können ihren Kindern den Lernstoff nicht persönlich beibringen. Wenn Kinder nicht wissen, wie sie effektiv lernen sollen, wird ihnen eine neue Schulform dies nicht beibringen können. Überfüllte Klassen machen es den Lehrern unmöglich sich um alle Kinder zu kümmern. Eine spezielle Lernhilfe könnte die Wissenslücken korrigieren.