Schwerin
Die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern ist Schwerin, die zweitgrößte Stadt des Bundeslands. Mit etwas weniger als 100.000 Einwohnern auf rund 130 Quadratkilometern Fläche ist sie jedoch die kleinste, deutsche Landeshauptstadt. Rund 54 Kilometer nordwestlich liegt Lübeck, rund 70 Kilometer weiter im Nordosten Rostock und Hamburg etwa 94 Kilometer westlich. Der Name der Stadt soll mit dem polabischen Wort für wildes Tier oder Wildgehege und dem altgermanischen Ausdruck für Schwören zusammenhängen.
Die Stadt erstreckt sich rund um das West- und Südufer des Schweriner Innensees, insgesamt zwölf Seen gibt es auf dem Stadtgebiet. Einwohner bezeichnen ihre Stadt deshalb auch gern als “Stadt der sieben Seen und Wälder” – der Spruch geht auf eine Zeit zurück, als Schwerin wirklich erst sieben Seen umfasste. Knapp 30 Prozent der heutigen Stadtfläche sind mit Wasser, rund 19 Prozent mit Wald bedeckt. Das Schweriner Schloss, in dem bis 1918 mecklenburgische Herzöge residierten und heute der Landtag sitzt, markiert als Wahrzeichen den Ausgangspunkt der Stadt-Entwicklung. Für Touristen ebenfalls interessant sind das Altstädtische Rathaus auf dem Markt, der Schweriner Dom und das denkmalgeschützte Hauptpostamt.
Seit dem Mauerfall hat die Stadt mit einem massiven Einwohner-Verlust zu kämpfen. Während 1988 mit 130.000 Bewohnern der historische Höchststand erreicht wurde, wurden bis 2005 etwa 34.000 Einwohner verloren. Um diesem Trend entgegenzuwirken, fördert Schwerin aktiv neue Baugebiete innerhalb der Stadtgrenzen. Vor allem die Plattenbau-Gebiete Schwerins werden immer mehr wie Geisterstädte.
Wichtige Wirtschaftszweige für die Stadt sind das Braugewerbe – Oettinger produziert hier unter anderem – , die Nahrungsmittelindustrie, Kabelfertigung, Kunststoffverarbeitung und der Maschinenbau. Der größte Teil der Schweriner arbeitet aber in einer öffentlichen Verwaltung. Knapp die Hälfte aller Beschäftigten pendelt täglich in die Stadt und lebt außerhalb. Trotz der hohen Arbeitslosigkeit hatten die Schweriner Bürger mit durchschnittlich knapp 15.000 Euro 2005 das höchste Netto-Jahreseinkommen im Bundesland.
Schwerin teilt sich in insgesamt 18 Ortsteile auf. Die Stadt ist die zweitgünstigste Stadt, was Mietpreise angeht: In diesem Jahr zahlt man durchschnittlich gerade mal 5,50 Euro pro Quadratmeter.
Imagevideo Schwerin – Eine Stadt zum Entdecken – Fernsehturm, Schweriner Dom, Markt
Stadtkarte von Schwerin


