Potsdam
Die bevölkerungsreichste Stadt im schönen deutschen Bundesland Brandenburg ist Potsdam. Die ehemalige Residenzstadt Preußens grenzt im Nordosten an Berlin – Kultur- und Unterhaltungsmöglichkeiten gibt es vor Ort und in der Nachbarschaft also zu genüge. Aber auch wissenschaftlich kann die Stadt mit rund 157.000 Einwohnern auf knapp 188 Quadratkilometern Fläche punkten: Mittlerweile gibt es drei öffentliche Hochschulen und mehr als 30 Forschungsinstitute. Rund 15 Prozent der Potsdamer Bewohner sind Studenten, auch das berühmte UFA-Filmstudio Babelsberg liegt in der Stadt.
Das Vermächtnis der Preußen kann überall in Potsdam bestaunt werden: Eine einzigartige Schloss- und Parklandschaft lockt viele Touristen nach Brandenburg – 2006 kamen etwa 800.000 Besucher in die Stadt. Vor gut zwanzig Jahren wurden die Anlagen Sanssouci, Babelsberg und die Pfaueninsel wie das Schloss Lindstedt, der Kaiserbahnhof und die Sternwarte von der UNESCO als größtes Ensemble der deutschen Welt-Erbestätten in ihre Liste der Weltkultur- und Naturerbe aufgenommen. Auch für Natur-Liebhaber bietet das Umland Potsdams viele Möglichkeiten für ausgedehnte Spaziergänge und sportliche Betätigung: Ganze 20 Gewässer gibt es in der Stadt und den eher ländlich geprägten Außenbereichen, die Wald- und Seenlandschaft, die Potsdam umgibt, ist einzigartig.
Verwaltungstechnisch teilt sich die Stadt in insgesamt 56 Orts-, Gemeindeteile und sonstige Siedlungsplätze auf. Die Top-5 Wohnorte in Potsdam sind die Berliner Vorstadt, das idyllische Babelsberg Nord, Eiche, das sozial problematische Drewitz und das ebenfalls vom sozialen Wohnungsbau dominiertem Schlaatz.
Derzeit streitet die Politik noch über die richtigen Maßnahmen, um die Belastung in der Stadt mit Feinstaub zu verringern: Entweder soll eine Umweltzone oder eine Optimierung des Verkehrsflusses mittels einer “grünen Welle” her. Auch die Gestaltung des Stadtbilds unter Einbeziehung der historischen Mitte ist seit mehr als zwanzig Jahren ein Streitthema der Potsdamer Politik.
Der berühmte Forscher und Gründer der Humboldt-Universität zu Berlin, Wilhelm von Humboldt, wurde in Potsdam geboren, genau wie der Modedesigner Wolfgang Joop. Auch Fürst Moritz von Nassau staunte schon 1664 über die Schönheit Potsdams und rief aus: “Das gnatze muß ein paradeys werden…!”
Wiesbaden
“An Hessen führt kein Weg vorbei” heißt es so schön als Wahlspruch – im Südwesten Deutschlands liegt dieses Bundesland mit der Hauptstadt Wiesbaden. In der zweitgrößten Stadt Hessens leben knapp 276.000
Menschen auf einer Fläche von rund 204 Quadratkilometern. Mit seinen 15 Thermal- und Mineralquellen zählt Wiesbaden als eines der ältesten Kurbäder Europas. Mit einer Fördermenge von etwa 2 Millionen Litern an heißem, kochsalzhaltigem Heilwasser ist Wiesbaden nach Aachen das ergiebigste Heilbad in Deutschland. Das lockte auch historische Persönlichkeiten wie Goethe, Dostojewski, Wagner oder Brahms nach Wiesbaden. Die Stadt genoss schon im 19. Jahrhundert einen hervorragenden Ruf, dem auch der Bau zahlreicher repräsentativer Gebäude zu verdanken ist. Auch heute besuchen viele Touristen die Hauptstadt Hessens, im Jahr 2010 waren gut eine Millionen Übernachtungen zu verzeichnen.
Die Stadt erstreckt sich auf der rechten Seite des Rheins gegenüber der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz. Im Norden schließt sich das Mittelgebirge des Taunus an Wuppertal an – mehr als ein Viertel der Wuppertaler Stadtfläche ist daher auch Waldgebiet. Die Innenstadt liegt in einer weiten Talmulde, viele Wohngebiete ziehen sich bergauf. Ein paar Flüsse und Bäche fließen durch die Stadt, der hohe Grundwasserstand erschwert vor allem Tiefbau-Maßnahmen auf dem Wiesbadener Gebiet.
Die Stadt teilt sich in 26 Ortsbezirke, von denen aber nur sechs zur Kernstadt Wiesbaden-Alt zählen. Die Innenstadt wurde während des Zweiten Weltkriegs nur zu rund 30 Prozent zerstört, so dass viele historische Gebäude des Klassizismus, Historismus und Jugendstils erhalten geblieben sind – etwa das neue Kurhaus am Bowling Green oder der Schloßplatz mit nassauischem Stadtschloss, in dem heute der Hessische Landtag sitzt. Daher hat sich Wiesbaden 2005 auch für die Aufnahme ins UNESO-Weltkulturerbe beworben.
Besonders exklusiv und ruhig lebt es am Birnbaum und Sonnenberg. Wer mehr auf “Multi-Kulti” und soziale Durchmischung steht, sollte sich in der Innenstadt oder am Westend umschauen. Zu den Ehrenbürgern Wiesbadens zählt unter anderem Wilhelm von Opel, der Sohn des berühmten Automobil-Herstellers.
Bremen
Die zehntgrößte Stadt Deutschlands mit knapp 548.000 Menschen auf einer Fläche von gut 325 Quadratkilometern ist die Freie Hansestadt Bremen. Gemeinsam mit der rund 60 Kilometer nördlich gelegenen Stadtgemeinde Bremerhaven bildet Bremen ein eigenes, gleichnamiges Bundesland. Die Stadt teilt sich in 5 Bezirke mit insgesamt 23 Stadtteilen auf.
Das Bremer Stadtgebiet erstreckt sich auf beiden Seiten der Weser, die zusammen mit zahlreichen Nebenflüssen das Stadtbild dominiert. Ganze 17 Naturschutzgebiete lassen sich in der Stadt finden, dazu gehören mit 375 Hektar Fläche die Ochtumniederung und mit stolzen 667 Hektar die Borgender Wümmewiesen. Dazu kommen noch zahlreiche Parks und Grünflächen. Sehenswürdigkeiten sind der Dom St. Petri, der Bremer Roland, die zahlreichen weiteren Kirchen in der Altstadt und das historisch einzigartige Schnoorviertel, der mittelalterliche Siedlungskern des heutigen Bremens.
Typischerweise lebt man in vor Ort in so genannten “Bremer Häusern” – das sind sehr schmale Reihenhäuser mit vielen steilen Treppen. Besonders angesagte Viertel sind das Steintorviertel, der Stadtteil Findorff oder das Flüsseviertel in der Neustadt. Besonders preisgünstig lebt man in Walle oder im sozialen Brennpunkt Gröpelingen.
Wirtschaftlich spielt in Bremen vor allem der Außenhandel eine wichtige Rolle. Auch wenn der größte Teil des maritimen Warenumschlags in Bremerhaven passiert, hat auch Bremen daran einen Anteil durch das stadtbremische Überseehafengebiet vor Ort. Auch für die Automobil-, Schiffbau-, Stahl-, Elektronik- und Nahrungsmittel-Industrie ist die Hansestadt ein wichtiger Standort. Hier lässt unter anderem die Daimler AG ihre Mercedes-Benz und die Deutsche Bahn ihre Züge produzieren. Durch die hohe Bedeutung Bremens für den Außenhandel lassen sich hier auch etwa 40 Konsulate finden.
Auch für Studenten ist die Stadt an der Weser attraktiv: Hier gibt eine Universität, die auch zur Exzellenz-Initiative des Bundes und der Länder gehört, eine allgemeine Hochschule und eine für Künste sowie die private Jacobs University Bremen. Darüber hinaus existieren mehrere außeruniversitäre Institute und Forschungseinrichtungen.
Der typische Bremer Akzent, das Bremer Platt, ist kaum noch zu vernehmen. Inzwischen spricht man eher den “Bremer Snak” – eine Mischsprache zwischen Hoch- und Niederdeutsch. Der ehemalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin wurde in Bremen geboren, genau wie der Friedensnobelpreisträger Wilhelm Olpers und der Musikproduzent James Last. Auch der berühmten Hauptfigur aus Daniel Defoes weltbekanntem Einsiedler-Roman, Robinson Crusoe, wurde eine bremische Herkunft angedichtet.
Hannover
Die Hauptstadt von Niedersachsen ist Hannover mit seinen rund 523.000 Einwohnern. Die Stadt wurde bereits im 12. Jahrhundert erwähnt und erstreckt sich heute entlang des Flusses Leine auf einer Fläche von gut 204 Quadratkilometern. Im Südwesten grenzt das Weserbergland mit vielen landwirtschaftlich genutzten Feldern an die Stadt, im Norden die sandigen und moorigen Geestlandschaften der Burgdorf-Peiner und der Hannoverschen Moor-Geest.
Hannover gliedert sich in 13 Stadtbezirke mit insgesamt 51 Stadtteilen. Mehr als 11 Prozent des Stadtgebiets nehmen öffentliche Grünflächen ein, weshalb Hannover auch gerne als “Großstadt im Grünen” betitelt wird. Alleine der Stadtwald Eilenriede unweit des Zentrums hat eine stolze Größe von 650 Hektar. Der Zweite Weltkrieg halbierte die Einwohnerzahl der Niedersächsischen Hauptstadt auf gerade mal 217.000 Bewohner im April 1945, doch bis 1952 lebten bereits wieder so viele Menschen in Hannover wie vor dem Krieg. Mittlerweile ist Hannover die 13. einwohnerstärkste Stadt Deutschlands. In den Stadtteilen Herrenhauses, List und Zoo lässt es sich besonders ruhig leben, wer auf mehr soziale Durchmischung steht, sollte sich in Linden und der Nordstadt umsehen.
In Hannover werden unter anderem Volkswagen und Teile des Automobil-Zulieferers Continental produziert. Auch die Lebensmittelindustrie ist vor Ort mit der Brauerei Gilde, Balzen und Harry-Brot gut vertreten. Im Sektor der Dienstleistungen sind der Touristik-Konzern TUI und seine Tochter TUI Deutschland zu nennen. Auch als Messestadt spielt Hannover eine wichtige Rolle, hier fand im Jahr 2000 etwa die Weltausstellung statt.
Auch in der Forschung und Lehre hat Hannover einiges zu bieten: Es gibt eine Universität, jeweils eine medizinische, tierärztliche und künstlerische Hochschule, eine Fachhochschule und zahlreiche weitere Bildungseinrichtungen. Auch viele berühmte Deutsche waren oder sind in Hannover Zuhause: Etwa der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz, der Bundeskanzler Gerhard Schröder, Reichspräsident Paul von Hindenburg, der Erfinder der Schallplatte und des Grammophons Emil Berliner, der Dichter Theodor Lessing, der Cartoonist Uli Stein und der Comedian Oliver Poker.
Schwerin
Die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern ist Schwerin, die zweitgrößte Stadt des Bundeslands. Mit etwas weniger als 100.000 Einwohnern auf rund 130 Quadratkilometern Fläche ist sie jedoch die kleinste, deutsche Landeshauptstadt. Rund 54 Kilometer nordwestlich liegt Lübeck, rund 70 Kilometer weiter im Nordosten Rostock und Hamburg etwa 94 Kilometer westlich. Der Name der Stadt soll mit dem polabischen Wort für wildes Tier oder Wildgehege und dem altgermanischen Ausdruck für Schwören zusammenhängen.
Die Stadt erstreckt sich rund um das West- und Südufer des Schweriner Innensees, insgesamt zwölf Seen gibt es auf dem Stadtgebiet. Einwohner bezeichnen ihre Stadt deshalb auch gern als “Stadt der sieben Seen und Wälder” – der Spruch geht auf eine Zeit zurück, als Schwerin wirklich erst sieben Seen umfasste. Knapp 30 Prozent der heutigen Stadtfläche sind mit Wasser, rund 19 Prozent mit Wald bedeckt. Das Schweriner Schloss, in dem bis 1918 mecklenburgische Herzöge residierten und heute der Landtag sitzt, markiert als Wahrzeichen den Ausgangspunkt der Stadt-Entwicklung. Für Touristen ebenfalls interessant sind das Altstädtische Rathaus auf dem Markt, der Schweriner Dom und das denkmalgeschützte Hauptpostamt.
Seit dem Mauerfall hat die Stadt mit einem massiven Einwohner-Verlust zu kämpfen. Während 1988 mit 130.000 Bewohnern der historische Höchststand erreicht wurde, wurden bis 2005 etwa 34.000 Einwohner verloren. Um diesem Trend entgegenzuwirken, fördert Schwerin aktiv neue Baugebiete innerhalb der Stadtgrenzen. Vor allem die Plattenbau-Gebiete Schwerins werden immer mehr wie Geisterstädte.
Wichtige Wirtschaftszweige für die Stadt sind das Braugewerbe – Oettinger produziert hier unter anderem – , die Nahrungsmittelindustrie, Kabelfertigung, Kunststoffverarbeitung und der Maschinenbau. Der größte Teil der Schweriner arbeitet aber in einer öffentlichen Verwaltung. Knapp die Hälfte aller Beschäftigten pendelt täglich in die Stadt und lebt außerhalb. Trotz der hohen Arbeitslosigkeit hatten die Schweriner Bürger mit durchschnittlich knapp 15.000 Euro 2005 das höchste Netto-Jahreseinkommen im Bundesland.
Schwerin teilt sich in insgesamt 18 Ortsteile auf. Die Stadt ist die zweitgünstigste Stadt, was Mietpreise angeht: In diesem Jahr zahlt man durchschnittlich gerade mal 5,50 Euro pro Quadratmeter.
Stuttgart
Wer nach Stuttgart zieht, sollte sich darüber bewusste sein, dass der Wohnungsmarkt in Stuttgart ein großes Defizit aufweist. Insgesamt gibt es mehr Wohnungssuchende als zur Verfügung stehende freie Wohnungen.
Dies hat besonders etwas mit der guten wirtschaftlichen Lage als wichtiger Standort in der Wirtschaft zu tun. Dadurch dass die Lebensqualität in Stuttgart viel größer als in anderen großen Städten ist, leben dort meist die Menschen,
die ein hohes Grundeinkommen haben. Das bedeutet allerdings auch, dass die Mieten in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs extrem hoch sind. Im Vergleich zu anderen großen Städten in Deutschland, wie beispielsweise Berlin,
ist Stuttgart keine Stadt der großen Kontraste. Ohnehin weist Baden-Württemberg eine der geringsten Arbeitslosenquoten in der Republik auf.
Dass Stuttgart sich großer Beliebtheit erfreut und seit Jahren als die Stadt mit der höchsten Lebensqualität bezeichnet wird, hat zum einen sicherlich mit dem hohen Grundeinkommen der dort lebenden Menschen zu tun und zum anderen mit der Einstellung zu tun, dass sich die meisten 20-30-Jährigen ein urbanes Leben wünscht und lieber in der Stadt wohnt – und dann am besten innenstadtnah.
Der in der Region ausgebildete Nachwuchs hat oft eine sehr qualitativ hohe Ausbildung genossen. Dadurch dass sie wenig Gründe zum Wegziehen haben, würden sie natürlich lieber im Altbau und qualitativ besser als andere wohnen. Das hat zur Folge, dass die Preise bei Altbauwohnungen für Wohnungssuchende oft keine Grenzen haben.
In den letzten Jahren hat man es verpasst, den Ansprüchen der Bevölkerung gerecht zu werden. Neue Wohnungen baute man nur spärlich, so dass es nun kein großes Wunder ist, dass viele keine passende Wohnung finden. Außerdem wirkt sich die positive Einwohnerentwicklung mit einem Plus von 1,7 Prozent dramatisch auf die Wohnungslage aus und so findet kaum noch jemand eine Wohnung – und so müssen auch die oft in die Röhre gucken, die viel Geld haben.
Düsseldorf
Mittig in der Metropol-Region Rheinland-Ruhr gelegen gehört die Hauptstadt Nordrhein-Westfalens, Düsseldorf, zu einem der fünf wichtigsten Wirtschafts- und Politikzentren Deutschlands. In der Messestadt sind viele DAX-Konzerne wie die E.ON, Henkel und Metro AG Zuhause. In den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Werbung und Mode ist die Stadt am Rhein der umsatzstärkste Standort in Deutschland. Auch die zwei Binnenhäfen und der Düsseldorfer Flughafen als interkontinentales Drehkreuz sind sehr wichtig für die Stadt. Rund 588.000 Menschen leben hier auf einer Fläche von knapp 217 Quadratkilometern. Damit ist Düsseldorf nach Köln die zweitgrößte Stadt Nordrhein-Westfalens und die siebtgrößte Deutschlands.
Touristen kommen vor allem wegen dem Volksfest, dem berühmten Karneval, der historischen Altstadt und dem Einkaufsboulevard der Königsallee, kurz einfach “Kö” genannt, nach Düsseldorf. Die Stadt am Rhein ist auch für ihre Kunst- und Kulturangebote international bekannt, dazu gehört unter anderem die umfangreiche Kunstsammlung Nordrhein-Westfalens und die Kunstakademie Düsseldorf, auf die die Düsseldorfer Maler- und Photoschule zurückgehen. In der Altstadt Düsseldorfs finden sich noch einige historische und denkmalgeschützte Gebäude, auch der dörfliche Charakter vieler Ortskerne wie von Angermund, Kalium oder Heerdt ist bis heute erhalten geblieben. Der Beiname der nordrhein-westfälischen Hauptstadt ist übrigens “Gartenstadt”, da sie über 1.200 Hektar öffentliche Grünflächen auf dem Stadtgebiet und über mehr als 2.000 Hektar Stadtwald am östlichen Stadtrand verfügt.
Der angesagteste Bezirk ist derzeit Düsseldorf-Bilk. Beliebt sind auch die Stadtteile Zoo und Derendorf. Wer es sozial etwas bunter mag, sollte sich im Oberbilk, Eller oder Fliegern umschauen. Allgemein ist das Wohnen in Düsseldorf relativ teuer – preisgünstige Objekte sehen meist auch entsprechend aus.
Die Stadt erstreckt sich hauptsächlich am rechten Ufer des Rheins, durch das Gebiet ziehen sich auch viele Nebenflüsse wie auch der namensgebende Düssel. Die Skyline der Banken- und Börsenstadt setzt einen beeindruckenden Kontrast zum Fluss und dominiert das Stadtbild mit modernen und postmodernen Gebäuden. Die Stadt grenzt im Norden an die für die Region ebenfalls wichtige Großstadt Duisburg. Düsseldorf teilt sich in zehn Bezirke mit insgesamt 49 Stadtteilen auf. Die meisten Einwohner leben im 3. Bezirk, der unter anderem die Teile Bilk, Flehe, Friedrichstadt und Hafen abdeckt, die wenigstens im 10. Bezirk in Karat und Hellhof.
Mainz
Die größte Stadt in Rheinland-Pfalz ist zugleich auch die Hauptstadt des südwestlichen Bundeslands: In Mainz leben knapp 200.000 Menschen auf einer Fläche von rund 98 Quadratkilometern. Die Stadt liegt
gegenüber der Mündung des Mains am Rhein und trägt in diesem Jahr den Titel “Stadt der Wissenschaft”: Hier ist unter anderem die berühmte Johannes Gutenberg-Universität zu Hause. Gegenüber der rheinland-pfälzischen Hauptstadt liegt die Hauptstadt Hessens, Wiesbaden.
Mainz teilt sich in 15 Ortsbezirke auf, die Teile Altstadt, Hartenberg-Münchfeld, Neustadt und Oberstadt bilden heutzutage die Mainzer Innenstadt. Dort konnten viele verschiedene Elemente des historischen Städtebaus erhalten werden: Etwa die mittelalterlich geprägte Altstadt mit ihren verwinkelten Gässchen und Fachwerkhäusern rund um die Augustinerstraße, die Neustadt der Gründerzeit, das Barock- beziehungsweise Renaissance-Ensemble des Neuen Zeughauses, wo heute die Staatskanzlei ihren Platz hat, des Deutschhauses, wo heute der Landtag sitzt, und des Kurfürstlichen Schlosses oder der moderne Rathauskomplex mit Hotel und Rheingold-Halle.
Schon im Jahre 1477 wurde Mainz zur Universitätsstadt, was auch bis heute so geblieben ist. Neben der bereits erwähnten Universität, die in Rheinland-Pfalz übrigens als einzige das Studium der Medizin anbietet, gibt es eine Hochschule für Musik, eine Akademie der Bildenden Künste und des Sports, jeweils eine staatliche und katholische Fachhochschule, das Peter-Cornelius-Konservatorium und zahlreiche weitere Bildungswerke und Einrichtungen.
Besonders Augenmerk sollte bei Gästen auch auf den Straßenschildern der Stadt liegen: Seit 1853 schon wurden Straßen, die eher senkrecht zum Rhein verlaufen, mit roten Straßenschildern markiert, Straßen mit blauen Schildern verlaufen entlang des Rheins. Bis heute wurde diese Regelung beibehalten, denn so wird die Orientierung in der Stadt erheblich vereinfacht.
In Mainz sitzt das Zweite Deutsche Fernsehen, kurz ZDF, der Südwestrundfunk, kurz SWR, und auch der Fernsehsender 3sat. Der Stadtname war schon international mehrfach Pate: Die US-amerikanischen Städte Mentz in New York und Texas etwa gehen auf Mainz zurück. Zu berühmten Mainzer Persönlichkeiten gehören unter anderem der Bildhauer Karl-Heinz Krause, der Philosoph Herbert Kühn und natürlich der berühmte Erfinder des Buchdrucks, Johannes Gutenberg.
Dresden
Dresden mit seinen rund 523.000 Einwohnern ist die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen. Das gut 328 Quadratkilometer große Stadtgebiet erstreckt sich entlang des Übergangs des Ober- zum Mittellaufs der Elbe. Erste Urkunden erwähnen die Stadt im Jahre 1206, der Name Dresden geht auf das altsorbische “Drežďany” zurück, was übersetzt so viel wie Sumpf- oder Auwald-Bewohner bedeutet. Die Region rund um Dresden zählt zu den dynamischsten in ganz Deutschland. Ein schöner Spitzname Dresdens ist “Elbflorenz”, was auf seine Kunstsammlungen, aber auch die idyllische Lage der barocken und mediterranen Architektur an der Elbe verweist. Rund 100 Kilometer nördlich befindet sich Dresden, weitere hundert Kilometer im Norden liegt Berlin und 150 Kilometer südlich die tschechische Großstadt Prag.
Stolze 63 Prozent des Stadtgebiets werden von Grün- und Waldflächen eingenommen, was Dresden zu einer der grünsten europäischen Großstädte macht. Alleine die Dresdner Heide umfasst rund 5.876 Hektar, im erweiterten Stadtgebiet gibt es vier Naturschutzgebiete mit insgesamt 331 Hektar Fläche und zwölf Landschaftsschutzgebiete mit 11.000 Hektar. Insgesamt 110 denkmalgeschützte Gärten, Allen, Park- und Friedhofsanlagen bilden Naturdenkmäler oder geschützte Landschaftsbestandteile. Für eine bundesweite Diskussion sorgten vor rund zwei Jahren die Vorhaben zum Bau der Waldschlösschen-Brücke: Diese durchschneidet das Dresdner Elbtal, das in den Augen des UNESCO-Weltkulturerbes gegen den Auftrag verstößt, die kulturlandschaftlichen Elemente der Elbwiesen zu erhalten – das Elbtal wurde deswegen 2009 aus ihrer Liste gestrichen.
Dresden gliedert sich in zehn Bezirke und neun Ortschaften. Am meisten Menschen leben in Dresden-Blasewitz, der flächenmäßig größte Bezirk ist Loschwitz. Am dichtesten besiedelt ist die Äußere Neustadt mit mehr als 11.000 Bewohnern pro Quadratkilometer. Die historische Innenstadt Dresdens liegt in den Bezirken Alt- und Neustadt. Viele Stadtteile besitzen einen gut erhaltenen Dorfkern und weisen noch viele provinzielle Elemente auf, auch Stadtvillen und Plattenbauten prägen das Stadtbild. Anfang des 20. Jahrhunderts zählte Dresden zu einer der fünf bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands, 1933 wurde mit 642.143 Einwohnern der Höchststand dieser Entwicklung erreicht.
Dresdens Ruf als internationale Kunst- und Kulturstadt lockt viele Touristen an die Elbe: Es gibt wichtige Kunstsammlungen, bekannte Klangkörper und bedeutende Bauwerke aus verschiedenen Epochen. In der Dresdner Semperoper feierten auch Komponisten-Größen wie Wagner oder Strauss Uraufführungen, die Sächsische Staatskapelle Dressen gilt als das älteste durchgängig musizierende Orchester der Welt und erfreut sich nach wie vor einem hervorragenden Ruf. Auch viele Literaten wie Erich Kästner oder Friedrich Schiller wirkten in der Stadt. Für Studenten ist Dresden mit seinen neun Hochschulen, die einen Schwerpunkt auf Technik und Wirtschaft sowie Kunst und Kultur legen, ebenfalls sehr attraktiv: Derzeit sind hier mehr als 40.000 Studenten eingeschrieben.
Erfurt
Erfurt ist eine Stadt mit viel Geschichte. Sie wurde 742 erstmals urkundlich erwähnt und schon damals als Großsiedlung bezeichnet, deshalb stellt die schöne Altstadt auch den Kern der thüringischen Landeshauptstadt dar. Die vielen gotischen Kirchen und Fachwerkhäuser zeichnen hier heute noch ein mittelalterliches Bild. Besonders sehenswert ist das Wahrzeichen der Stadt, der Dom und die Severikirche auf dem Domberg. An der Universität Erfurt hat schon Marin Luther studiert – heute ist sie eine der größten und zudem ältesten Universitäten Deutschlands. Im Augustinerkloster lebte Luther Anfang des 16. Jahrhunderts und wurde 1507 zum Priester geweiht, heute gilt es daher als bedeutende Lutherstätte.
Da die Stadt schon so lange besteht, hat sie natürlich nicht nur Kirchen und Klöster vorzuweisen, sondern auch andere beeindruckende Bauwerke, wie zum Beispiel die Krämerbrücke, eine 120 Meter lange Steinbrücke über die Gera, auf der 32 Häuser gebaut wurden.
Für eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung sorgen der Thüringer Zoopark Erfurt, die Gartenbauausstellung und das jährlich stattfindende Krämerbrückenfest, bei dem man in vielen kleinen Ständen Kunstgegenstände und kulinarische Spezialitäten – natürlich auch die berühmte Thüringer Bratwurst – kaufen kann. Im 17. und 18. Jahrhundert nannten einige Mitglieder der Familie des berühmten Komponisten Bach Erfurt ihr Zuhause, heute hat die Stadt noch immer eine lebhafte Musikszene. Im Philharmonischen Orchester und im Jazzclub am Fischmarkt finden regelmäßig Konzerte statt.
Mit Stadtbahnen und Bussen kann man alle Quartiere der Stadt problemlos erreichen. Für Radfahrer ist zwar der Stadtkern nicht optimal, allerdings liegt Erfurt am Gera-Radweg und am Radfernweg Thüringer Städtekette, über die man längere Strecken schnell und sicher zurücklegen kann.
Hamburg
Die Freie und Hansestadt Hamburg ist mit ihren knapp 1,8 Millionen Einwohnern nach Berlin die zweitgrößte 
Stadt Deutschlands und siebtgrößte der Europäischen Union. Die Stadt erstreckt sich auf einer Fläche von rund 755 Quadratkilometern entlang der Mündung der Alster und der Bille in die Elbe, die 110 Kilometer weiter nordwestlich in die Nordsee fließt. Die erste urkundliche Erwähnung Hamburgs stammt aus dem 7. Jahrhundert. Von wichtiger wirtschaftlicher Bedeutung für die Metropole und die ganze Region ist der Hamburger Hafen, der der drittgrößte Hafen Europas ist. Auch als Medienstandort erfreut sich Hamburg genau wie unter Touristen eines hervorragenden Rufs. Pro Jahr übernachten in der Hansestadt rund 4 Millionen Menschen, über 70 Millionen Tagesbesucher werden gezählt. Hamburg ist die Stadt Europas mit den meisten Brücken – mit mehr als 2.500 Brücken übertrifft die Hansestadt ganz locker Metropolen wie Venedig oder Amsterdam.
Besondere Sehenswürdigkeiten ist die Hamburger Innenstadt mit Binnenalster, Hafen und den St.Pauli – Landungsbrücken. Das berühmt-berüchtigte Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn ist ebenfalls international bekannt. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Michel, eine von der See aus gut sichtbare Barockkirche, über deren Hautportal der Erzengel Michael steht. Ereignisse wie den Hafengeburtstag, den Altonaer Fischmarkt und das Volksfest, den Hamburger Dom, sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen. Über 60 Theater und genau so viele Museen gibt es in der Stadt, international bekannt sind unter anderem die Hamburger Kunsthalle und das Bucerius Kunst Forum. Hamburg gilt auch als Messe- und Sportstadt.
Seit 2010 darf sich Hamburg ein Jahr lang als “Umwelthauptstadt Europas” feiern: Überall auf dem gesamten Stadtgebiet gibt es Parks und Grünanlagen, oft auch entlang der Elbe und Alster. Deswegen gilt Hamburg auch als die grünste Millionenstadt Deutschlands.
Das Stadtgebiet teilt sich in sieben Bezirke: Hamburg-Mitte, Altona, Eimsbüttel, Hamburg-Nord, Wandsbek, Bergedorf und Harburg. Die Stadt erreichte mit 1,9 Millionen Einwohnern im Jahre 1964 ihren höchsten Einwohnerstand. Seit 1986 steigt die Einwohnerzahl Hamburgs wieder, nach Prognosen von Experten soll das auch im kommenden Jahrzehnt so weiter gehen. Mittlerweile mangelt es immer mehr an bezahlbarem Wohnraum in der Stadt. Wichtige Persönlichkeiten waren in Hamburg Zuhause: Unter anderem der Reichskanzler Otto von Bismarck, der Komponist Johannes Brahms, der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt und der Fußballer Uwe Seeler.
Kiel
Mit knapp 240.000 Einwohnern ist Kiel die größte Stadt Schleswig-Holsteins. Die Landeshauptstadt im Norden erstreckt sich auf einer Fläche von rund 119 Quadratkilometern hufeisenförmig um ihren Naturhafen. Durch die Stadt verläuft die Wasserscheide zwischen Nord- und Ostsee, die nähere Umgebung ist von Moränenhügeln geprägt und im Osten grenzt Kiel direkt an die Holsteinische Schweiz. Etwa 90 Kilometer südlich liegt die nächstgelegene Metropole, Hamburg.
Kiel teilt sich in 18 Bezirke mit insgesamt 30 Stadtteilen. Durch ihre wichtige wirtschaftliche Bedeutung während des Zweiten Weltkriegs erreichte die Stadt 1942 den historischen Einwohnerhöchststand von 306.000 Bewohnern. Auch heute ist der Zugang zum Meer ein wichtiges Standbein für die Kieler Wirtschaft: Viele Werften, Maschinenfabriken und Industrieanlagen befinden sich in Kiel. Mit 1,6 Millionen Passagieren im Jahr 2007 ist Kiel nach dem Puttgardener und Rostocker Hafen der größte Passagierhafen Deutschlands. Was Kreuzfahrten angeht, führt Kiel diese Liste mit rund 340.000 Passagieren sogar an. Die meisten Menschen – rund 78,5 Prozent aller Bediensteten in Kiel – sind aber im dienstleistenden Sektor tätig.
Die einzige Volluniversität in Schleswig-Holstein ist ebenfalls in Kiel: Rund 22.000 Studenten sind in der 1665 gegründeten Christian-Albrechts-Universität derzeit eingeschrieben. Daneben gibt es zwei Fachhochschulen und zahlreiche weitere Institute und Akademien.
Die Stadt ist geprägt durch ihre Nähe zum Meer, schon der berühmte Dichter Theodor Storm, der in Kiel studierte, schwärmte von der Schönheit der Stadt. Im Zweiten Weltkrieg wurden viele historische Bauten zerstört, die in den 50er bis 70er Jahre durch wenig einfallsreiche Neubauten ersetzt wurden: Ein Stadtflair will zumindest auf der Halbinsel der Altstadt nicht so recht aufkommen. Generell heißt es, Kiel habe keine Altstadt mehr, nur noch eine Neustadt. Seit knapp zehn Jahren gibt es aber Bemühungen, den historischen Stadtkern zu rekonstruieren und wieder aufzubauen. Für Touristen interessant sollte das gesamte Hafengebiet sein, das olympische Dorf in Kiel-Schilksee, die malerischen Strände und die Steilküste bei Kiel-Friedrichsort und der alte und neue botanische Garten.
Magdeburg
Die Hauptstadt Sachsen-Anhalts ist Magdeburg. Dort leben rund 231.525 Menschen auf einer Fläche von gut
200 Quadratkilometern, was Magdeburg zur zweitgrößten Stadt Sachsen-Anhalts macht. Erste urkundliche Erwähnung fand Magdeburg schon im Jahre 805, 2005 wurde das 1.200-jährige Bestehen ausgiebig gefeiert. Leider ist von der bewegten Geschichte Magdeburgs nicht mehr viel zu sehen: Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt beinah völlig zerstört. 90 % der Altstadt, 15 Kirchen und die Gründerzeit-Viertel wurden zerbombt. Mit erheblichem finanziellen Aufwand wurden einige historische Gebäude wie das Rathaus, der Dom oder das Kloster Unser Lieben Frauen mittlerweile wieder aufgebaut. Diese finden sich im Bereich der Altstadt. Für Touristen ebenfalls interessant sollte der Hasselbachplatz sein, der mittlerweile zum Zentrum von Magdeburgs Nachtleben avanciert ist.
Magdeburg ist auch wegen zwei berühmten Persönlichkeiten bekannt: Zum einem dem “deutschen Galileo” Otto von Guericke, der die Vakuumtechnik und die Elektrostatik maßgeblich entwickelte, und dem berühmten Barockmusiker Georg Philipp Telemann.
Die Stadt ist Verkehrsknotenpunkt und durch ihre günstige Lage an der Elbe mit eigenem Binnenhafen ein wichtiges Industrie- und Handelszentrum. Der Schwermaschinenbau, Chemie-, Eisen- und Stahlproduktion und die Fertigung von Papier und Textilien sind wichtige Standbeine für Magdeburg und die Region. Hier produziert und oder sitzt unter anderem die Deutsche Bahn AG, die EDEKA Märkte, REWE Group und Bosch. Eine Universität und eine Hochschule locken Studenten in die Stadt.
Magdeburg erstreckt sich größtenteils am westlichen Hochufer der Elbe. Wolfsburg liegt etwa 64 Kilometer nordwestlich, Braunschweig rund 75 Kilometer westlich und Berlin 130 Kilometer östlich. Laut einer Studie aus dem ersten Quartal 2007 hat Magdeburg hinter Hannover unter den 50 größten deutschen Städten den höchsten Anteil an öffentlichen Grünflächen im Stadtgebiet: Insgesamt 160 Biotope werden derzeit geschützt. Auch mehrere große Seen gibt es, etwa die Salbker Seen auf einer Fläche von 51,7 Hektar oder die beiden Barleber Seen, die sich insgesamt auf über 170 Hektar erstrecken.
Die Stadt teilt sich in 40 Stadtteile. Der Name Magdeburg geht auf die Burg und das germanische “magaþ” zurück, was so viel wie mächtig oder groß bedeutet. Im Jahr 1940 erreichte die Stadt ihren Bevölkerungshöhepunkt mit 346.600 Einwohnern, nach dem Krieg waren davon nur noch rund 90.000 Menschen übrig. Seit 1989 ist die Bevölkerungsentwicklung erneut rückläufig.
Saarbrücken
Saarbrücken ist die Landeshauptstadt des kleinen Saarlandes und die einzige Großstadt im Bundesland. Sie entstand 1909 aus dem Zusammenschluss der drei Städte Malstatt-Burbach, St. Johann und Saarbrücken. Das letztere mit der heutigen Großstadt namensgleiche Dorf wurde urkundlich bereits im Jahr 999 erwähnt. Mittlerweile leben hier gut 175.000 Einwohner auf einer Fläche von rund 167 Quadratkilometern. Seit 1992 jedoch ist die Bevölkerungsentwicklung rückläufig. Der Name der Stadt geht nicht auf die heutige Brücke, sondern eher auf das keltische “Sarabriga” zurück, was übersetzt so viel wie “Fließendes Gewässer mit Felsen” bedeutet – also das frühere Siedlungs- und heutige Stadtgebiet entlang der Saar. Dieses liegt hauptsächlich im Tal, erstreckt sich aber auch Hügel und Berge hinauf – im Süden bis ihm zum Stiftswald und im Westen bis zum Warndt, ein rund 5.000 Hektar großes Waldgebiet.
Saarbrücken teilt sich in vier Stadtbezirke auf: Mitte, Dudweiler, West und Halber. Viele Menschen, die in Saarbrücken arbeiten, leben in einer anderen Stadt: Rund 65.000 Pendler kommen jeden Tag in die Stadt, darunter alleine etwa 10.000 Arbeitnehmer aus Frankreich. In der Stadt befindet sich die Zentrale des Automobil-Herstellers Peugeot, ein Callcenter von HanseNet und das Versicherungsunternehmen CosmosDirekt. Auch Industrie zur Produktion von Gussteilen und Elektronik ist für Saarlands Wirtschaft ein wichtiges Standbein.
Viele historische Gebäude und Sehenswürdigkeiten locken nach Saarbrücken: Etwa die 1546 von Karl V. errichtete “Alte Brücke”, die barocke Basilika St. Johann, das ehemalige Verwaltungsgebäude der Saarbergwerke, die 1743 erbaute Friedenskirche oder die idyllische Fröschengasse, das früher ein Arbeiter- und Handwerkerviertel war. Im vergangenen Jahr übernachteten hier rund 437.230 Menschen.
Die beschauliche Stadt an der Saar ist auch die größte Universitätsstadt des Bundeslandes: Es gibt hier eine Universität, jeweils eine Hochschule der Bildenden Künste, für Technik und Wirtschaft, für deutsch-französische Doppel-Diplome, für Musik, für Bergbau, für Verwaltung, für Prävention und Gesundheitsmanagement und für Soziale Arbeit. Zahlreiche weitere Institute und Bildungseinrichtungen ergänzen dieses hervorragende Bildungsangebot.