Der Mainzer Dom
Der Mainzer Dom ist wahrscheinlich das berühmteste Wahrzeichen der Stadt und eins der bedeutensten Sakralbauten Deutschlands. Im Jahr 975 wurde er errichtet, Vorbild war dabei der Petersdom in Rom. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sieben Könige in diesem beeindruckenden Bau gekrönt, siebenmal stand er aber auch in Flammen. Immer wieder musste der Dom saniert und renoviert werden, sodass sich in ihm verschiedene Stilelemente entdecken lassen, vorwiegend gotische und barocke. Innen begeistert vor allem die spätgotische Holzfigurengruppe mit der „schönen Mainzerin“ am Marienaltar. Seit 2009 steht auf dem Liebfrauenplatz in der Nähe ein maßstabgetreues Bronzemodell.
Der Mainzer Dom, Quelle: Gerhard Rolinger / pixelio.de
Das Deutschhaus
Im Deutschhaus (oder auch Deutschordenhaus) in Mainz befindet sich heutzutage der Landtag von Rheinland-Pfalz. Franz Ludwig von der Pfalz, Erzbischof von Mainz und gleichzeitig Hochmeister des Deutschen Ordens, verlangte für sein zweitgenanntes Amt einen dazugehörigen Sitz und legte 1730 den Grundstein für diesen Bau. Unter Mitwirken vieler angesehener Kunsthandwerker wurde der Bau im Kurmainzer Raum zu einem der prächtigsten Profangebäude. In der ersten deutschen Demokratie, der Mainzer Republik, war der Bau Sitz des Rheinisch-Deutschen Nationalkonvents. 1798 bis 1814, als Mainz zum französichen Kaiserreich gehörte, residierte sogar Napoleon im heutigen Deutschhaus.
Das Deutschhaus, Quelle: Gerhard Rolinger / pixelio.de
Die Theodor Heuss Brücke
Die Theodor-Heuss-Brücke über dem Rhein verbindet Mainz mit Wiesbaden, der Landeshauptstadt von Hessen. An ihrem höchsten Punkt befindet sie sich rund 100 Meter üer Normalnull und ist damit die höchste Erhebung, die beim Gutenberg-Marathon genommen werden muss. Von 1882 bis 1885 wurde sie nach den Plänen des Architekten Friedrich von Thiersch erbaut. Insgesamt beliefen sich die Baukosten auf 3,6 Millionen Goldmark. 27 Jahre nach Fertigstellung sollten diese Kosten durch einen Brückenzoll refinanziert werden, bis 1912 das „Brückengeld“ abgeschafft wurde. Im März 1945 wurde die Brücke kurz vor der Ankunft der amerikanischen Truppen gesprengt. Drei jahre danach begann der Wiederaufbau.Der Mainzer Brunnen
Der Mainzer Erzbischof Kardinal Albrecht von Brandenburg stiftete im Jahr 1526 den auffallenden Marktbrunnen. Er gehört zu den ältesten und wohl auch zu den schönsten Renaissancebrunnen in Deutschland. Über dem Querbalken prangt das Wappen des Erzbischofs. Dieser schenkte den Mainzer Bürgern diesen Brunnen nicht aus voller Großzügigkeit, sondern wohl eher, um sie an Tugenden und an die bestehende Machtverteilung zu erinnern. Die Inschriften erzählen vom niedergeschlagenen Bauernkrieg 1524 auch die Mainzer eine Aufhebung der Privilegien für Adelige und Kleriker forderten und stand so als tagtägliche Erinnerung an die Herrschaftsordnung und als Mahnung da, als die Mainzer sich hier ihr tägliches Wasser holten und ins Schwatzen kamen.
Brunnen, Quelle: Swen Gummich / pixelio.de
Die Pestmauer
Die Pestmauer steht in Mainz-Kastel, einem Ortsbezirk Wiesbadens. 1666 war das schlimmste Pestjahr für Mainz-Kastel. 500 von den 920 Einwohnern starben an der Seuche, also über die Hälfte. Der namenhafte Krankenpfleger Leopold Wigelsberger wurde nach Kastel bestellt und mit rund 1750 Liter Wein bezahlt, konnte aber mit seiner Arbeit und Arznei nicht viel ausrichten. In Kirche St. Georg wurden Kranke betreut und Verstorbene begraben. Um die Gesunden zu schützen baute man diese Mauer, die Pestmauer um die Kirche herum. Ein Teil von ihr ist bis heute erhalten. Seit 1991 erinnert eine Gedenktafel an der Mauer an das „Jahr der Ohnmacht“ 1666.
Die Pestmauer, Quelle: Cornelius Hartz / pixelio.de