Der Magdeburger Dom
Kaiser Ottos Grab ist im Wahrzeichen von Magdeburg zu finden – der Magdeburger Dom. Nicht nur die Tatsache des Grabes ist interessant. Liebhaber der gotischen Bauweise dürften die Kirche auf dem Schirm haben, schließlich ist sie das älteste gotische Bauwerk. Nachdem 1207, am Karfreitag, ein Feuer einen großen Teil der Stadt in Sachsen-Anhalt zum Opfer fiel – darunter auch der alte Dom – wurde 1209 ein neuer Dom errichtet. Verwendet wurden zu einem Teil die Steine, die auch den alten Dom hielten – zumindest die, die nicht kaputt und beschädigt waren. Heute ist der Magdeburger Dom Bischofskirche der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland – und das schon seit der Reformation.
Magdeburg Dom, Quelle: grs1305 / pixelio.de
Wasserstraßenkreuz Magdeburg
In und um Magdeburg treffen drei Flüsse aufeinander. Zum einen ist es der Mittellandkanals, zum anderen die Elbe und die Havel. Schon sehr früh – geschichtliche Nachweise reichen bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück – plante man den Bau eines solchen Wasserstraßennetzes in Magdeburg. Dies kann man damit begründen, dass im Jahr 1905 mit dem Bau des Mittellandkanals begonnen wurde. Ein Jahrhundert später wurde der ursprüngliche Plan dann in die Tat umgesetzt, weil die Schiffe bis zur Eröffnung der Kanalbrücke und der Doppelschleuse 2003 einen zwölf Kilometer Umweg in Kauf nehmen mussten.
Wasserstraßenkreuz, Quelle: Christian Krutzger / pixelio.de
Jahrtausendturm
Nicht nur dass in Magdeburg das älteste gotische Gebäude Deutschlands steht, ist ein Höhepunkt in der Stadt. Denn in Magdeburg findet sich auch das höchste Holzgebäude wieder. Der Jahrtausendturm ist gut 60 Meter hoch und wurde für die Bundesgartenschau 1999, die im Magdeburger Elbauenpark stattfand, gebaut. In dem Turm selbst zeigen sich Exponate, die zum Teil interaktiv genutzt werden können. Sie alle sollen die Entwicklung der Wissenschaften in den vergangenen Jahrhunderten dokumentieren. Ein weiteres Highlight ist, dass man durch ein astronomisches Fernrohr die Uhr am Magdeburger Doms ablesen kann.
Jahrtausendturm, Quelle: Volker Plack / pixelio.de
St. Johannis Kirche
Eigentlich ist dieses Bauwerk eine Kirche in der Altstadt von Magdeburg. Ihren Namen bekam sie, weil sie dem Evangelisten Johannes geweiht war. Ein Kirche mit Messen und Gottesdiensten ist sie nunmehr nur noch selten, viel mehr allerdings wird sie von der Stadt als Festsaal und Konzerthalle genutzt. Über den Bau der Kirche lässt sich kein genaues Datum beschreiben, denn darüber ist nichts bekannt. Unter Erzbischof Hartwig wird vermutet, dass sie 1082 neu errichtet wurde. 1015 erwähnte sie Thietmar von Merseburg als Kaufmannskirche.
St. Johannis Kirche, Quelle: Ich-und-Du / pixelio.de
Sankt Petri Magdeburg
Magdeburg hat bekanntlich viele Kirchen. Eine katholische Kirche ist die Sankt-Petri-Kirche, die ebenfalls wie die meisten anderen auch in der Magdeburger Altstadt zu finden ist. Sie ist im romanischen Stil erbaut worden, wie auch die anderen Gebäude, die auf der Straße der Romanik liegen. Die Straße der Romanik führt durch Sachsen-Anhalt, aber auch durch andere Länder, wie Italien oder Österreich und zeigt die bedeutendsten Bauwerke der Romanik. Die Sankt-Petri-Kirche ist dem Heiligen Petrus, dem Schutzpatron der Fischer, gewidmet und wurde 1150 erbaut.
Sankt Petri Magdeburg, Quelle: Ich-und-Du / pixelio.de
Das Hundertwasserhaus
Neben den vielen alten und wichtigen Kirchen in Magdeburg findet sich auch ein Bauwerk wieder, was so überhaupt nicht in ein Vorurteil zu packen ist: die Grüne Zitadelle von Magdeburg. Es ist das letzte Projekt von Friedensreich Hundertwasser gewesen, bevor er starb und wurde 2005 fertiggestellt. In der Nähe des Landtages und des Domplatzes kann man das Gebilde – Gebäude wäre zu untertrieben – bestaunen. Es bildet so zusagen den Kontrast zum Magdeburger Dom, der im gotischen Stil errichtet wurde. Daher war der Bau umstritten.
Hundertwasserhaus, Quelle: Ich-und-Du / pixelio.de
Westfriedhof
In Magdeburg gibt es neben den unzähligen vielen und schönen Kirchen auch noch einen sehr großen Friedhof: den Westfriedhof. Er ist der größte Friedhof in Magdeburg. Ein Höhepunkt in diesem ist ein großer Marmorwürfel, der scheinbar in der Erde versinkt. Er soll an die 120 in einem Massengrab beerdigten Opfer gedenken, die am 16. Januar 1945 bei einem Bombenangriff ums Leben gekommen waren.
Westfriedhof, Quelle: Jeannette Dannert / pixelio.de