Kunstausstellung zum Thema Nachhaltigkeit
Dass der Freistaat Bayern bei der Energiewende ganz vorne mitspielen will, beweisen nicht nur die vielen Ankündigungen, sondern auch die zweite Auflage der „Großen Kunstausstellung Nürnberg“, die ganz unter dem Thema der Nachhaltigkeit steht. Im ehemaligen Ausbildungszentrum der Handwerkskammer im Nordostpark wurden jetzt Werke von 66 verschiedenen Künstlern aus dem gesamten Freistaat zusammengetragen, die sich allesamt um die Nachhaltigkeit drehen. Insgesamt 240 Bewerber gab es. Wer ausgestellt wird und nicht, das entschied eine Jury aus Mitgliedern des Nürnberger Umweltreferats, aber auch einzelnen Künstlern und schließlich auch dem Museumsleiter selbst.
© europhotos – Fotolia
Alleine das Gebäude selbst ist den Besuch wert: Neben dem 3.000 Quadratmeter großen Saal bieten auch kleinere Räume wie ehemalige Waschräume oder kleine Büros ein interessantes Ambiente zum Inszenieren der Werke.
Doch wie funktioniert das überhaupt: Kunst und Nachhaltigkeit? Zunächst über die Wahl der Mittel: Viele Künstler sind begabte Recycler. Skulpturen sind aus abgelegten Pumps oder Papiermüll entstanden, auch auf Bettwäsche lässt sich Zeichnen oder auf Zeitungspapier und auch Blumenerde lässt sich zu Skulpturen umformen. Auch die „52 Seh-Zeichen“ von Rolf Blume aus Hannover bestehen aus vielen Kunststoffbehältern und interessanten Alltagsgegenständen. Oder dieses fantastische, kugelrunde Lichtobjekt, das sich beim Näherkommen als zusammengesteckte Regenschirme erweist.
Nicht nur Gemälden und Skulpturen gibt es in Nürnberg zu bewundern, sondern auch Installationen und Zeichnungen, Videoarbeiten und Schmuck. Etwa Chris Engels Videoarbeit„Ich höre Ihnen zu – 10 Minuten 18 Euro“, bei der der Name Programm ist: Still sitzt einem die Künstlerin in Zuhörerpose gegenüber und lässt einen mindestens darüber nachdenken, wie wertvoll die Zeit mit Freunden, die einem zuhören, eigentlich ist.
Während der Ausstellung kann jeder Besucher seinen Favoriten wählen. Dem Publikumsliebling winkt dann ein Preisgeld von 1.500 Euro, genauso wie einem von der Jury bestimmten Gewinner. Wer gewonnen hat, wird bei der Finissage am 15. April verkündet.


