Der Kieler Bootshafen
Der Kieler Bootshafen, der zwischen Altstadt und Schwedenkai, sowie den Kieler Förden liegt, erstreckt sich über eine Fläche von 4200 Quadratmetern. Im 19. Jahrhundert wurde das Hafengelände von den Wasserflächen der Kieler Förde abgetrennt und ist bis heute nur über Rohre mit diesen verbunden. Mit der Abtrennung von den Förden und damit auch von der Ostsee verlor der Hafen seine Wichtigkeit für die Handelsschifffahrt. Es konnten nur noch kleine Boote in die Hafenbecken einfahren, was zu dem Namen „Bootshafen“ führte.
Der Kieler Hafen, Quelle: Anne Bermüller / pixelio.de
Rathaus Kiel
Das heutige Kieler Rathaus löste Anfang des 20. Jahrhunderts das alte Gebäude am Alten Markt ab, welches für die aufstrebende Handelsstadt in jeglicher Hinsicht zu klein wurde. 1907 wurde der Grundstein für das Rathaus am Rathausplatz gesetzt. Das charakteristischte Baumerkmal ist wohl der 106 m hohe Rathausturm, der zugleich als Wahrzeichen Kiels gilt. Der Turm ist baulich an Markusturm in Venedig angelehnt. Dies ist eine Anspielung an das Wasser, das Kiel ebenso umgibt wie Venedig. Auf 67 m Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform. Darüber hinaus ist vor allem das Glockenspiel des Rathausturms berühmt, welches viertelstündlich bis zur vollen Stunde ein weiteres Viertel einer Melodie ertönen lässt.
Rathaus Kiel, Quelle: c.lettau / pixelio.de
Schifffahrtsmuseum Kiel
In einer ehemaligen Fischhalle in unmittelbarer Nähe zum Kieler Hafen ist das berühmte Kieler Schifffahrts-Museum untergebracht. Das Haus zeigt die gesammelte maritime Geschichte der Marine- Industrie- und Arbeiterstadt Kiel. In der Sammlung befinden sich unter anderem Schiffsmodelle, nautische Instrumente, Gallionsfiguren und sogar ein Modell des ersten deutschen U-Boots. Zum Museum gehört auch die sogenannte „Museumsbrücke“ an der die Oldtimerschiffe „Hindenburg“, „Kiel“ und der Tonnenleger „Bussard“, mit seinem imposanten Kesselraum besichtigt werden können.
Fischhalle, Quelle: Ich-und-Du / pixelio.de
Marine Ehrendenkmal
Ein weiteres Denkmal an maritime Geschichte ist das Marine-Ehrenmal Laboe, welches für die im Ersten Weltkrieg gefallenen deutschen Marinesoldaten errichtet wurde. Dieser Krieg forderte von 1914-1918 tausende von Opfer, die von ihren Verwandten niemals begraben werden konnten und somit der Bau eines Ortes der Trauer nahe lag. Der Grundstein für das expressionistische Bauwerk von Architekt Prof. Gustav August Munzer wurde 1927 auf dem Gelände eines ehemaligen Panzerturms gelegt. Der Turm als wichtigster Teil der Anlage erhebt sich auf bis zu 68 m Höhe. Das Ehrenmal wurde 1954 „umgetauft“ und erinnert seither an verstorbene Seeleute aller Nationen und steht damit für eine friedliche Schifffahrt auf freien Meeren.
Marine Ehrenmal, Quelle: Carl-Ernst Stahnke / pixelio.de