Jugendkriminalität ist gesunken
Jugendkriminalität ist immer wieder ein sehr präsentes Thema. In Baden-Württemberg ist die Zahl der jugendlichen Straftäter zurück gegangen. Doch die Kriminalstatistik 2011 zeigt, dass der Landkreis Freiburg zu den führenden Gebieten gehört, was Kriminalität und Gewaltbereitschaft angeht.
Innenminister Reinhold Gall (SPD) besteht darauf, dass es sich im Land immer noch sehr sicher lebe, auch wenn die Zahlen dagegen sprechen. Insgesamt werden 582.844 Straftaten angezeigt, was einem Plus von 1,9 Prozent im Vergleich zu 2010 entspricht. Das sind etwa 5400 Straftaten pro 100.000 Einwohner. In der Kriminalstatistik bildet Freiburg die Stadt mit einem Kriminalitätsschwerpunkt. So gibt es hier 12.000 Fälle pro 100.000 Einwohner.
Die Statistik sagt nur etwas über das Anzeigeverhalten aus. Das heißt, dass die Bahn mittlerweile jede Sachbeschädigung zur Anzeige bringt und somit die Zahl der Sachbeschädigungen um gut 2 Prozent zunimmt. Ebenso nimmt die Zahl der Rauschgiftkriminalität zu, da die Polizei die Ermittlungen vom Zoll übernimmt und so die Zahlen in ihre Statistik einfließen können. Die Zunahme von Kinderpornografie lässt sich so erklären, dass durch Informationen der Ärzte, Erzieher und Kindergärten eine höhere Achtsamkeit entsteht.
Aus der Statistik geht auch hervor, dass die Zahl der jugendlichen Verdächtigen unter 21 Jahren zurückgegangen ist. Mit rund 61.000 Personen ist die heutige Zahl auf ihrem niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Ebenso ist die Zahl der kriminellen unter 14 Jahren auf weniger als 10.000 zurückgegangen. Dies, so Gall, ist auch den Präventionsmaßnahmen zu verdanken.
Erschreckenderweise hat die Gewaltbereitschaft gegenüber Beamten zugenommen. Bei den Straftaten gegen Polizisten ist in der Regel Alkohol mit im Spiel. An diesem Punkt werde man noch ansetzen müssen. Eine Gesamtlösung könnte die Präsenz von uniformierten Polizisten darstellen.


