Der Hamburger Fischmarkt
Von 5 Uhr in der Früh bis um halb Zehn Uhr Morgens findet jeden Sonntag der berühmte Fischmarkt unter freiem Himmel auf der Großen Elbstraße im Hamburger Bezirk Altona statt. Hier können echte Hamburger Originale als Marktschreier bewundert werden, genau wie man ein ordentliches Stück Fisch für ein leckeres Gourmet-Essen danach erwerben kann. Heutzutage gibt es aber nicht nur Fisch, sondern auch lebende Hühner, Brieftauben und Kaninchen, genau wie Handyschalen oder Flaggen. Das Gelände des Fischmarkts wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört und mittlerweile wieder restauriert: So ergibt sich ein attraktives Ensemble aus postmodernen Neu- und Gründerzeit-Bauten.
Fischmarkt, Quelle: klaas hartz / pixelio.de
Das Afrikahaus
Mitten in der Innenstadt der Hansestadt steht das seit 1972 unter Denkmalschutz stehende Afrikahaus. Es wurde 1899 von dem Hamburger Architekten Martin Haller errichtet und ist heute ein exzellentes Beispiel für den typischen, verspielten Hamburger Baustil eines Kontorhauses um 1900. Die Fassade etwa wurde bewusst so gestaltet, dass die Farben der damaligen Auftraggeber, einer Reederei, aufgegriffen wurden und ihre Handelsbeziehungen in Übersee abgebildet wurden. Das Gebäude wurde bis 1999 restauriert und ist heute an verschiedene Firmen und Dienstleister vermietet.
Afrikahaus, Quelle: Lisa Schwarz / pixelio.de
Speicherstadt
Den größten auf Eichenpfählen gegründeten Lagerhauskomplex der Welt sollte man sich definitiv nicht entgehen lassen: Die Speicherstadt in Hamburg steht seit 1991 unter Denkmalschutz, ihre Geschichte reicht aber bis 1883 zurück. Damals wurde sie als Teil des Hamburger Freihafens unter der Leitung von Franz Andreas Meyer erbaut. Seit 2008 gehört die Speicherstadt nicht mehr zum Freihafen, sondern zum gerade entstehendem Luxus-Wohnquartier "HafenCity". Von den 20 Brücken auf dem rund 630.000 Quadratmeter großem Gebiet sind 14 denkmalgeschützt, auch die vielen neogotischen Backstein-Hafengebäude verzaubern.
Speicherstadt, Quelle: Hans-Jürgen Spengemann / pixelio.de
Der Hamburger Michel
Die wohl bekannteste Kirche Hamburgs ist die evangelische Hauptkirche Sankt Michaelis. Darüber hinaus gilt sie als die bedeutendste Barockkirche in Norddeutschland. Als Bronzestatue über dem Hauptportal ruht in Siegerpose über dem Bösen der Erzengel Michael. Gemeinsam mit der Kirche gilt er als Wahrzeichen Hamburgs - auch weil in längst vergangenen Zeiten die Seefahrer bei der Ankunft in Hamburg als erstes den "Michel" erblickten. Die heutige Barockkirche ist der dritte Kirchenbau an dieser Stelle: Der erste Bau fiel 1750 einem Blitzeinschlag und Brand zum Opfer, auch der zweite Bau brannte 1906 bei Bauarbeiten bis auf die Grundmauern nieder.
Michel in Hamburg, Quelle: Thomas Schommler / pixelio.de
Die Reeperbahn
Wer kennt sie nicht, die Reeperbahn im Vergnügungsviertel St.Pauli. Einen knappen Kilometer lang führt diese Hauptstraße an Cafés, Kneipen und Clubs voller Neonreklame und Rotlicht entlang, bis sie am Nobistor in die Königsstraße übergeht. Im Café Keese ist etwa der Quatsch Comedy Club Zuhause, auch die Beatles feierten hier erste Erfolge. Die Reeperbahn gilt als "sündigste Meile der Welt": Um Kriminalität und Gewalt einzugrenzen, sind seit 2007 das Mitführen von Waffen, Messern und anderen gefährlichen Gegenständen verboten, seit 2009 dürfen vor und an Wochenenden und Feiertagen auch keine Glasflaschen und Gläser mehr mitgenommen werden.
Reeperbahn, Quelle: RainerSturm / pixelio.de
Das Schanzenviertel
Das Szeneviertel Hamburgs ist das Schanzenviertel oder einfach "die Schanze". Es umfasst knapp 0,4 Quadratkilometer in den Stadtteilen Sternschanze und Eimsbüttel. Was einst ein verarmtes Arbeiterviertel war, das von der linken Subkultur geprägt wurde, ist nun das beliebteste Wohnviertel für junge Menschen: Viele hübsche Bars, Restaurants, Boutiquen, kulturelle Einrichtungen und Clubs finden sich hier, genau wie das letzte besetzte Haus Hamburgs, die berühmte "Rote Flora". Seit 1988 findet auch einmal im Jahr das Schanzenfest mit tausenden von Besuchern statt, wo es kostenlose Live-Musik, einen großen Flohmarkt, Straßenkunst und viele Stände mit kulinarischen Köstlichkeiten gibt.
schanzenviertel, Quelle: Marlit Hartkopf / pixelio.de
Das Chilehaus
Ein extrem gut erhaltenes Gebäude des sogenannten Backstein-Expressionismus der 1920er Jahre ist das Chilehaus, ein ehemaliges Kontorhaus im Hamburger Kontorhausviertel. Mit seinen 36.000 Quadratmetern auf bis zu zehn Stockwerken und einer Grundfläche von knapp 6.000 Quadratmetern ist das 1924 vollendete Chilehaus eines der ersten Hochhäuser Hamburgs. Die geschwungene Spitze, die an einen Schiffsbug erinnert, macht es zu einer Ikone für Architekten und Expressionisten. So landete das Kontorhaus 1988 auch auf einer Sonderbriefmarke der Deutschen Post. Seit 1983 steht es unter Denkmalschutz, ab 1999 bemühte sich Hamburg um eine Aufnahme des Chilehauses in die Liste der UNESO-Welterbe.
Chilehaus, Quelle: Jan von Bröckel / pixelio.de
Die Alster
Rund 56 Kilometer lang fließt sie als Nebenfluss der Elbe durch Süd-Holstein und Hamburg, wo sie sich in die Binnen- und Außenalster aufteilt. Rund um die Binnenalster dominieren gründerzeitliche Büro- und Geschäftshäuser mit kupfergedeckten Dächern und weißen Fassaden - vor allem in der Abenddämmerung ergibt sich so ein wunderschönes Panorama über die Türme der ehemaligen Nikolai-Kirche, das Hamburger Rathaus und das Alsterhaus. Doch nicht nur in der Innenstadt lässt sich das Wasser bestaunen, vor allem die Außenalster mit dem weitläufigen Alsterpark bietet Gelegenheit für ausgedehnte Spaziergänge und Entspannung.
Die Alster, Quelle: gabriele Planthaber / pixelio.de