Gesünderes Leben mit verbesserter Wohnqualität
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Wohnst du noch oder lebst du schon? Der berühmte Werbeslogan einer ebenso berühmten schwedischen Einrichtungskette könnte kaum besser zu den neuen Zielen eifriger Stadtplaner passen. Denn in Zukunft soll nicht nur das Wohnen verbessert werden sondern das Leben gleich mit. Durch eine verbesserte Wohnqualität soll ein gesünderes Leben ermöglicht werden, so die optimistischen Pläne. Vorbilder und Vorreiter gibt es indes schon einige.
In Deutschland gibt es einen Ort, der mit bestem Beispiel voran geht: das Französiche Viertel in Tübingen. Nur 10 Minuten vom Zentrum enfernt wurde in den letzten Jahren ein altes Kasernengelände umgestaltet und entwickelt sich so zum Fleck mit der wohl höchsten Lebensqualität im Bundesgebiet. 2500 Bewohner leben in dem Viertel der schwäbischen Provinz und ein Teil arbeitet zudem dort. In den geräumigen Mehrfamilienhäusern sind Geschäfte, Büros und Arztpraxen integriert. Ein kurzer Weg zwischen Wohnort, Arbeit und Einkauf sorgt für weniger Stress, mehr Entspannung und schützt zudem die Umwelt, da das Auto kaum noch zum Einsatz kommt. Dadurch werden wertvolle Ressourcen eingspart und die Umweltbelastung verringert. Obwohl die Wohnkomplexe ziemlich eng erbaut wurde, sind sie so konzipiert, dass die sich weder Luft noch Licht nehmen. Zahlreiche Grünanlagen und Kinderspielstraßen sorgen zudem für einen hohen Erholungs- und Spaßfaktor. Das fördert obendrein der eigenen Gesundheit und verringert die Gefahr an Diabetes, Bluthochdruck oder Übergewicht zu erkranken bzw. zu leiden. Das Projekt findet schon eifrige Nachmacher: so sind Stadtplaner in Mannheim, Lausanne und Straßburg derzeit dabei, die Städte nach ähnlichem Konzept umzugestalten.
Schwierig bleibt die Situation bei Großstädten wie Hamburg oder Berlin, die weitgehend zugebaut und “verplant” sind. Aber auch dort lassen sich die Bewohner etwas einfallen, um ihre Lebensqualität zu erhöhen. Ganz vorne liegt der Trend, freie Flächen in Guerilla-Manier einfach selbst mit Blumen und Beeten zu bepflanzen und so das Stadtbild ein Stück weit schöner zu machen.


