Geld für bayreische Kinderkrippen
Kinderkrippe © Brebca – Fotolia.com
In Deutschland ist immer mehr von einem Bevölkerungsrückgang die Rede. Weniger Kinder werden geboren, Angst um künftige Renten und die daraufhin folgende Erhöhung des Renteneinstiegalters. Doch derzeit macht in München und Bayern ein ganz anderes Problem die Runde: Ab dem 1. August 2013 haben Kinder, die das erste Lebensjahr vollendet haben, einen Rechtsanspruch darauf, in einem Kindergarten betreut zu werden. Doch damit stehen die Städte und Gemeinden in Bayern vor einem großen Problem, da nicht genüg Krippen- und Kindergartenplätze zur Verfügung stehen.
In München sieht es ungefähr so aus, dass sich die Eltern wünschen, dass ungefähr jedes zweite Kind einen solchen Platz in einer Krippe oder einem Kindergarten bekommt. Allerdings stehen nur 35 von 100 Plätze zur Verfügung und Kitas können so dem Wunsch der Eltern nicht voll entsprechen. Insgesamt gibt es in München 14.000 Krippenplätze, von dem allerdings nur 3000 von ihr selber gestellt werden – alle anderen sind private Krippen.
Um diese nun erschwinglich zu machen, damit auch nicht nur besserverdienende Eltern bzw. deren Kinder einen solchen Platz besetzen können, plant die Stadt München nun pro jahr 100 Millionen Euro in private Betreuungseinrichtungen zu stecken, damit diese mehr besetzt werden können. Ingeseamt kostet ein privater Krippenplatz im Durchschnitt 250 bis 450 mehr, als es der Höchstsatz für einen “normalen”, also städtischen Kindergarten verlangt. Durch die neuen Zulagen soll es dazu kommen, dass private Krippen “nur” noch 20 Prozent teurer sind.
Die Sprecherin des Bildungsreferates, Eva-Maria Volland, sagte dazu: “Einzelne werden auch weiter hohe Preise verlangen – wie viele sich das leisten können, entscheidet dann der Markt.” Im Kindergarten läuft es dagegen: Hier werden fast 90 Prozent von Münchens Kinder betreut.


