Ägidienkirche am Wenigemarkt
Schon 1110 wurde die Ägidienkirche am Wenigemarkt urkundlich erwähnt. Damals war sie gemeinsam mit der Benediktinerkirche am westlichen Ende des Platzes eine der beiden Brückenkopfkirche, die den Zugang zur Krämerbrücke sicherten. Im Jahr 1293 wurde die ehemalige Kapelle zerstört, dann bis ins Jahr 1325 hinein aber wieder errichtet und vergrößert. Vom Turm der Ägidienkirche aus haben Besucher einen fantastischen Panorama-Blick über die Dachlandschaft der Krämerbrücke bis hin zum Domplatz, dem Wahrzeichen Erfurts.Der Anger
Der zentrale Platz Erfurts ist der Anger im Südosten der thüringischen Landeshauptstadt. Zwischen dem Wahrzeichen Erfurts überhaupt, dem Dom, und dem Hauptbahnhof verläuft der rund 600 Meter lange Marktplatz. Ans nordöstlichen Ende grenzt das Einkaufszentrum ANGER 1, im Südwesten steht der hübsche Angerbrunnen. Die Bebauung des Angers ist durchmischt: Das Postgebäude stammt etwa aus der Neugotik, während sich auch Häuser aus dem 17. Jahrhundert und der Neuzeit finden lassen.
Anger Erfurt, Quelle: Karl-Heinz Laube / pixelio.de
Zitadellengefängnis
Nordwestlich vom Domplatz liegt das ehemalige Zitadellengefängnis, das eigentlich Zitadelle Petersberg genannt wird. Diese kurzmainzische und später preußische Stadtfestung des 17. bis 19. Jahrhunderts gilt heute als eine der besterhaltenen Anlagen ihrer Art. Auch während der beiden Weltkriege war die Zitadelle ein wichtiger Ort fürs Militär. Erst 1963 wurde das Gelände für die Öffentlichkeit freigegeben, ab 1990 wurde saniert. Heute befinden sich auf dem Gelände Ämter, Wohnungen und touristische Einrichtungen.Marktplatz Erfurt
Stolze 3,5 Hektar umfasst der Domplatz, also der Marktplatz Erfurts. Auf dem Platz selbst lassen sich der 1784 erbaute Mineralbrunnen und der 1777 zu Ehren des Mainzer Kurfürsten errichtete Erthal-Obelisk bestaunten, der 18 Meter in die Luft ragt. Auch die Bebauung rund um den heutigen wie ehemaligen Haupt-Marktplatz der Stadt ist gut erhalten und teilweise restauriert worden. Das wichtigste Gebäude am Platz ist natürlich der Erfurter Dom. Im Winter findet hier einer der schönsten deutschen Weihnachtsmärkte statt, im August gibt es die Domstufen-Festspiele unter freiem Himmel.
Marktplatz Erfurt, Quelle: Ich-und-Du / pixelio.de
Rathaus Erfurt
Am schönen Erfurter Fischmarkt steht das Rathaus, dessen Ursprünge bis ins 11. Jahrhundert reichen. Das Gebäude wurde im Lauf der Jahrhunderte immer wieder erweitert, bis es schließlich 1706 die heutigen Ausmaße erreichte. Wegen einem Dachschaden wurde das Gebäude jedoch abgerissen und im Stil der Neugotik bis 1882 wieder aufgebaut. Die beeindruckend bemalten Treppenhäuser sind für Besucher kostenlos zu besichtigen: Eduard Kaempfes bemalte sie ab 1889, auch Szenen aus der Johann Faust- und Tannhäusersage sowie Geschichten des Grafen von Gleichen finden sich.
Rathaus Erfurt, Quelle: Ich-und-Du / pixelio.de
Sankt Severie
Unmittelbar neben Erfurts Wahrzeichen, dem Dom, steht die Kirche St. Severi. Ihre ungewöhnliche Bauform, die als Vorbild für viele spätgotische Hallenkirchen gedient haben könnte, macht sie zu einer der wichtigsten gotischen Bauwerke Deutschlands. Die Kirche geht auf St. Paul zurück, eine Kapelle aus dem 8. Jahrhundert, die später wegen Reliquien-Geschenken in "St. Severi" umbenannt wurde.
Sankt Severi, Quelle: Ich-und-Du / pixelio.de