Erdölsuche in Baden-Württemberg beginnt von neuem
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Nicht nur im US-amerikanischen Texas oder Dallas gibt es Öl-Quellen – auch im Südwesten Deutschlands geht derzeit wieder eine Goldgräberstimmung um. Viel Firmen in Baden-Württemberg rechnen sich gerade durch, wie kostenspielig eine Suche nach dem teuren Erdöl werden würde. Nicht nur die hohen Verkaufspreise machen die Gewinnung von Öl so lukrativ wie selten zuvor, auch natürliche Erdgas-Vorräte sind meist am selben Ort wie die Ölvorkommen. Und dieses wird im Zuge des Abbaus von Atomkraftwerken auch immer gefragter werden.
Besonders vielverpsrechend sind die Regionen rund um den Oberrheingraben und Oberschwaben mit dem nördlichen Bodensee-Ufer. Hier wurden sogar tatsächlich vor dem Zweiten Weltkrieg Gas und Öl zutage gefördert, doch weit entfernt vom oben erwähnten Texas: Dafür sind die Fördermengen in Deutschland einfach zu gering. Dennoch kann es für einzelne Firmen sehr interessant sein, kleine eigene Öl- und Gasvorräte gewinnen zu können.
Einige Firmen haben sich auch schon Lizenzen gesichert, um vermeintlich lukrative Flächen durchsuchen zu dürfen: Etwa das Heidelberger Unternehmen Rhein Petroleum. Das darf mit Genehmigung des Regierungspräsidiums von Freiburg nun auf einem 330 Quadratkilometer großem Gebiet nördlich von Karlsruhe mit der Ölsuche beginnen. Ab Anfang Dezember werden dann spezielle Messfahrzeuge kreuz und quer auf dem Gebiet unterwegs sein, die mittels hochmoderner Schallwellen auch Ölvorräte mehrere Kilometer unter der Erdoberfläche aufspüren können.
In anderen deutschen Bundesländern wird bereits Öl und Gas gefördert: Etwa in Rheinland-Pflanz oder im nördlichen Elsass. Dabei wird weder die Umwelt geschädigt, noch gibt es Lärm oder üble Gerüche. Beginnt bald wieder ein deutschlandweiter Rush auf Öl und Gas?


