Dürer-Gemälde: Kunststreit zwischen Nürnberg und München
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Natürlich handelt es sich dabei nicht um irgendein Kunstwerk. Im Mittelpunkt der Diskussion befindet sich kein Geringerer als Albrecht Dürers weltberühmtes “Selbstbildnis im Pelzrock“, dass eigentlich im Zuge der anstehenden Schau über den jungen Dürer von München nach Nürnberg ausgeliehen werden sollte. Das Germanischen Nationalmuseum zeigt ab dem 24. Mai 2012 die ersten Arbeiten des Meistermalers, wobei das Selbstbildnis keinesfalls fehlen sollte.
Das Bild zeigt den 28-jährigen Albrecht Dürer, der sich selbstbewusst in Christus-Haltung sowie das Atelier-Haus unterhalb der Nürnberger Burg zu seinen Lebzeiten malte. Das Gemälde hängt derzeit in der Alten Pinakothek München und ist nicht mehr im besten Zustand. Die Beschädigungen stammen schon aus der Zeit vor 1934. Zudem wurde der Zustand des um 1500 auf Holz gemalten Porträts durch die üblichen Alterserscheinungen beeinträchtigt. Dennoch wollte Nürnberg nicht auf das Kunstwerk verzichten und so entbrannte ein Streit, mit dem sich auch die Politik befasst. der Münchener Staatsgemäldechef Klaus Schrenk sorgte schon im Vorfeld für einen kleinen Eklat, weil er das Selbstbildnis auf keinen Fall ausleihen wollte.
Der anschwelende Streit zwischen den Franken und Altbayern konnte nun aus fachlicher Sicht Einhalt geboten werden. Die Chefrestauratoren der Staatsgemäldesammlungen Münchens und des Germanischen Nationalmuseums Nürnbergs sind zu dem Schluss gekommen, dass das Gemälde in einem zu schlechten Zustand sei, um transportiert zu werden. Somit scheinen sich die Gemüter zu beruhigen. Um weitere Abhilfe zu schaffen, wird darüber nachgedacht die Franken-Metropole mit anderen Dürer-Gemälden zu entschädigen.


