Dürer-Ausstellung: Streit um Selbstbildnis
Dürers betende Hände © Antje Lindert-Rottke – Fotolia.com
Derzeit sorgt ein Selbstbildnis Dürers, wleches seit Jahren Dank der Wittelsbacher Landesstiftung als Attraktion die Pinakothek ziert, für Furore und allerhand Händel in der Kunstbranche. Für eine Sonderausstellung über Dürer haben bereits viele etablierte Museen Bilder an das Kunsthaus in Nürberg verliehen. Aber die Münchner Pinakothek stellt sich stur und will es weiß Gott nicht rausrücken. Dabei wäre die Logistik nicht als Argument akzeptabel, da es ein leichtes wäre, das weltberühmte Gemälde von München in die benachbarte Kleinstadt Nürnberg zu transportieren. Vielmehr ginge es der Pinakothek darum, dass das Gemälde, auf welchem sich Dürer selbst im Pelzrock dargestellt hat, täglich eine hohe Besucherzahl anlocken würde. Diese Klientel bliebe dann aber für den Zeitraum der Sonderausstellung “Der frühe Dürer” aus.
Die Museen müssen in diesen Tagen schauen, wo sie bleiben. Natürlich gibt es Starausstellungen wie unlängst im Berliner Bodemuseum, als Renaissance Porträts aus aller Welt ausgestellt wurden und sogar die “Die Dame mit dem Hermelin” von Da Vinci zu sehen war. Diese allerdings auch nur für einen gewissen Zeitraum. Die Ausstellung wurde täglich überlaufen und man hat sie entsprechend verlängert. Allerdings wollte das besitzende Museum die “Dame mit dem Hermelin” zurück. Auch dieses Bild war ein Stammbild des Museums, welches sich nicht erlauben konnte, für einen zu langen Zeitraum ohne das besagte Bildnis da zu stehen.
Nichts desto trotz wirkt es merkwürdig, dass die National Gallery of Art in Washington, das British Museum in London oder der Louvre in Paris Nürnberg Bilder zur Verfügung stellen, aber ausgerechnet München nicht.


