Frauenkirche Dresden
Die Dresdner Frauenkirche ist sowohl altes als auch neues Wahrzeichen der Stadt und blickt bereits auf eine 250-jährige Geschichte zurück. Die evangelisch-lutherische Kirche des Barocks ist als bautechnisches Wunder, Symbol und zugleich Mittelpunkt einer Stadtgeschichte. Neben Zwinger, Semperoper und Schloss findet sich die Frauenkirche aus dem bekannten sächsischen Sandstein, hergestellt wie aus einem Guss. Erbaut wurde sie zwischen 1726 und 1743 nach einem Entwurf von George Bähr, wurde jedoch im Laufe des Zweiten Weltkriegs durch die Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945 zerstört. Noch lange Zeit verblieb sie als Ruine als Mahnmal gegen den Krieg, bis sie schließlich seit 1994 wieder aufgebaut und im Jahr 2005 neu eingeweiht wurde.

Frauenkirche Dresden, Quelle: Erika Hartmann / pixelio.de
Dresdner Zwinger
Eines der bekanntesten Barockbauwerke Deutschlands, befindet sich ebenso wie die Frauenkirche, in der sächsischen Landeshauptstadt. Mittlerweile ist der Zwinger als Gebäudekomplex mit seinen Gartenanlagen ein berühmtes Baudenkmal. Ursprünglich war er als Vorbau eines neuen Schlosses konzipiert und nach den Plänen des Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann und des Bildhauers Balthasar Permoser errichtet worden. Das anfängliche Baukonzept Friedrich August I. Wurde nach dessen Tod jedoch nicht weiter verfolgt und seither wandeln sich die Funktionen des Zwingers. Heute wird dient die einstige Festanlage vor allem als Herberge von Museen und Bühnen für Musik und Theater.

Zwinger Dresden, Quelle: Ulrike Jonack / pixelio.de
Die Semperoper
Die Geschichte der Dresdner Oper beginnt bereits mit dem Zeitalter der Renaissance und dem Architekten Gottfried Gottfried Semper. Dieser errichtete zwischen 1838 und 1841 das königliche Hoftheater als italienisch anmutender Rundbau erlangte schnell den Ruf als schönstes Theater in ganz Europa. Noch im gleichen Jahrhundert brannte das Gebäude jedoch komplett nieder und verblieb in seinen Überresten auf dem Anwesen des Hofrates, bis 1878 unter der Leitung Gottfried Sempers Sohns erneut eine Oper entstand. Die heutige Fassade der Semperoper ist bogenförmig sowie mit zahlreichen Säulen und großen Rundbogenfenstern gestaltet worden. Auch Treppe und Foyer im Innenraum wurden als opulenter Gesamteindruck verziert und mehr als 1 300 Zuschauer finden hier Platz, um Anblick und Akustik der Semperoper zu genießen.

Semperoper, Quelle: Jörg Sabel / pixelio.de
Brühlsche Terrasse
Die Brühlsche Terrasse in Dresden wurde als Teil der Befestigungsanlage der Stadt im 16. Jahrhundert errichtet. Der Name dieses architektonischen Ensembles geht auf Heinrich von Brühl zurück, der der Terrasse ihre militärische Bedeutung nahm, indem er hier die sogenannten Brühlschen Herrlichkeiten errichten ließ. Dazu gehören Galerie, Palais, Bibliothek, Belvedere und Gartenanlage, die sich im Zentrum der Altstadt über ca. 500 Meter der Elbe entlang erstrecken. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts und durch vielfache Verwendung in der Literatur geprägt, nennt man die Terrasse auch „Balkon Europas“. Geschmückt mit zahlreichen plastischen Elementen und sagenumwoben, wurde sie zu einer touristischen Sehenswürdigkeit.
Stallhof Dresden
Umgeben vom Schloss, dem von 22 toskanischen Säulen gezierten langen Gang und dem Johanneum, befindet sich der Stallhof Dresden. Der heute älteste Turnierplatz der Welt wurde im Jahr 1591 unter Christian I. erbaut. Als Schauplatz für Ritterturniere diente der Stallhof bereits im 16. Jahrhundert, aus dem auch die beiden originalen Bronze-Säulen stammen. So fand damals das sogenannte Ringelstechen statt, wobei die Ritter einen aufgehängten Ring mit der Lanze durchstechen mussten. Auch heute noch werden hier gelegentlich Ritterturniere nachgestellt und Theatervorstellungen veranstaltet sowie der alljährliche mittelalterliche Weihnachtsmarkt.

Stallhof Dresden, Quelle: Uwe Sieverding / pixelio.de
Hofkirche Dresden
Die Katholische Hofkirche Dresden ist der jüngste Barockbau, aber auch der größte Kirchbau des Bundeslandes Sachen. In den Jahren von 1737 bis 1755 erfolgte der Bau zu jener Zeit nach den Plänen Gaetano Chiaveris, den man mit dem Bau der Kirche beauftragte. Trotz seiner verfrühten Abreise, vollendete man das Bauwerk und so zieren heute 78 Steinfiguren von Aposteln, Heiligen und Kirchenfürsten die Balustraden und Nischen der Hofkirche. Die jeweils dreieinhalb Meter hohen Figuren wurden von Lorenzo Mattielli geschaffen und auch der Innenraum ist durch eine Vielzahl an Kostbarkeiten, wie die geschnitzte Rokokokanzel von Permoser oder ein Altarbild Mengs, geschmückt. Auch die Hofkirche wurde durch die Bombardierung im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und ist seit 1980 Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen.
Italienisches Dörfchen
An der Elbseite des Theaterplatzes in Dresden liegt das Italienische Dörfchen, das seinen Namen einer kleinen Wohnsiedlung der italienischen Bauarbeiter zu verdanken hat, die damals unter Leitung des Architekten Chiaveris in der Mitte des 18. Jahrhunderts an der Errichtung der Hofkirche beteiligt waren. Durch die seit 1851 direkt über dem damaligen Landeplatz der Dampfschiffe liegenden Gaststätte blieb dieser Name auch weiterhin bestehen. Das mit Sandstein verkleidete Gebäude wurde im klassizistischen Stil eines Parkpavillons des 18. Jahrhunderts angelegt und führt über eine auf östlicher Seite gelegene Freitreppe zur Uferstraße hinunter. 1913 erfolgte die Fertigstellung einer neuen Gaststätte durch Stadtbaurat Hans Erlwein und war nun von Giebel-Plastiken geziert. Nach den Zerstörungen des Krieges, begann man bereits 1956 mit dem Wiederaufbau und einer umfassenden Renovierung, aus der die historische Ausmalung der Innenräume hervorging.
