Die Zukunft der US-Standorte in Franken
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Diesen Donnerstag wird höchstwahrscheinlich über die Zukunft der US-Stationen in Franken entschieden. Die Oberbürgermeister von Bamberg, Schweinfurt und Ansbach wurden von einem US-General eingeladen, der sie über die Perspektiven der Army-Stationen in ihren Städten aufklären wird.
Insgesamt sind über 10 000 US-Soldaten in Franken stationiert, 3000 in Ansbach, 3500 in Bamberg und rund 4000 in Schweinfurt. Auch wenn noch nichts offiziell entschieden ist, so munkelt man doch, dass die Stützpunkte in Bamberg und Schweinfurt geschlossen werden sollen, Ansbach hingegen soll als US-Stützpunkt erhalten bleiben.
Doch gerade in Ansbach macht sich Unmut breit. Bürger des kleinen Städtchens beschweren sich über Flugübungen mitten in der Nacht. Andere sprechen gar davon psychischen Schaden zu nehmen durch die Helikopterflüge zu später Stunde. Der ortansässige Pfarrer, Hansjörg Meyer, protestiert deshalb am Zaun der Kaserne.
In Schweinfurt und Bamberg sieht man die Dinge anders. Noch vor einigen Jahren hätte ein Truppenabzug Panik ausgelöst in der Kommunalpolitik, da die US-Soldaten nicht wenig Geld in die Stadtkassen spülen, mittlerweile sieht man sich jedoch gestärkt und schätzt die Lage als überwindbar ein.
Oberbürgermeister von Schweinfurt, Sebastian Remelé, verkündete besipielsweise jüngst, dass die Stadt durchaus auch andere Nutzungsmöglichkeiten für das Gelände vorsieht. Ein Leerstand könne höchstens auf dem Land drohen, da dort viele Soldaten mit ihren Familien wohnen. Sollte es zu einem Truppenabzug kommen, könnte es schwer werden die Häuser in der ländlichen Gegend wieder neu zu beleben. Wirtschaftlich gesehen spielen die US-Soldaten in Schweinfurt keine große Rolle mehr, da sie sich seit den Anschlägen des 11.September weitestgehend selbst versorgen.
In Bamberg hingegen spielen die Soldaten durchaus eine große Rolle. Sie sind fester Bestandteil des Stadtbildes und gern gesehene Gäste in den Lokalen. Rund 34 Millionen Euro im Jahr setzten die Soldaten zusammen mit ihren Familien um, eine nicht zu vernachlässigende Summe.
Sollte es zu einem Abzug aus Bamberg kommen, so verliere die Stadt einen guten Freund, laut Oberbürgermeister Andreas Starke, aber die Stadt könne das Gelände auch gut gebrauchen. So leide Bamberg an einer Flächenknappheit und es fehle insbesondere an billigem Wohnraum für Studenten. Das Areal der US-Army biete dafür ausreichend Platz.


