Das Bremer Rathaus, das mitten in der Bremer Altstadt liegt, stellt eines der sowohl architektonisch, als auch historisch interessantesten Bauwerker der Innenstadt dar. Wegen seiner typisch gotischen Architektur wurde das Bauwerk zunächst 1973 unter Denkmalschutz gestellt und 2004 sogar zum Weltkulturerbe von der Unesco ernannt. Die Ursprünge des Gebäudes gehen bis ins 15. Jahrhundert zurück, in dem mit den Bauarbeiten begonnen wurde. Unter anderem wurden Figuren des Kaisers und seiner sieben Kurfürsten verarbeitet, die bis heute von oben herab auf die Marktplatzseite schauen. Das alte Rathaus im gotischen Stil wurde Anfang des 20. Jahrhunderts durch einen Anbau im Stil der Neorenaissance erweitert, der im hinteren Teil des Bauwerks angesiedelt ist
Die Bremer Stadtmusikanten
Das in der ganze Welt bekannte Märchen der „Bremer Stadtmusikanten“ ist fest in das Stadtbild Bremens verankert. Es ist mittlerweile zu einer Art Wahrzeichen geworden. Am Westportal des Bremer Rathauses sind die Musikanten von Gerhard Marcks in Bronze gegossen worden. Auch in der Bremer Böttcherstraße sind solche Statuen zu finden. Das Märchen der Brüder Grimm erzählt von vier Tieren. Da diese Tiere (Hahn, Katze, Hund und Esel) ihr bestes Alter überschritten haben , sollen sie getötet werden. Sie aber können fliehen, um in Bremen Stadtmusikanten zu werden. Sogar in Riga, der Partnerstadt Bremens thronen die vier Tiere.Die Böttcherstrasse
Ein weiteres Kulturdenkmal Bremens ist die 100 Meter lange Böttcherstraße. Mit ihren typisch expressionistischen Backsteinhäusern, die in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts gebaut wurden, zählt die Böttcherstraße zu einem der beliebtesten Touristenattraktionen der Bremer Altstadt. Sie steht seit 1973 unter Denkmalschutz. Schon in Zeiten des Mittelalters war die Böttcherstraße die wichtigste Verbindung zwischen Weser und dem Marktplatz. Heute berherbergt sie Kunstsammlungen, Geschäfte und Handwerkstätten, die einen Besuch wert sind. Interessant ist auch das Haus des Glockenspiels, welches ein Glockenspiel aus 30 Porzellanglocken ausstellt. Das Haus Atlantis erzählt von der Utopie des angeblich versunkenen Kontinents Atlantis und wurde 1930 von Bernhard Hoetger gebaut.Die Mühle am Wall
Die Mühle am Wall, auch Herdentorsmühle genannt, liegt auf dem Fußweg vom Hauptbahnhof ins Stadtzentrum Bremens. Sie wurde 1833 erbaut und wurde nach dem zweiten Weltkrieg neu hergestellt. Sie war noch bis 1947 in Betrieb. Mittlerweile wurde sie in die Landesdenkmalliste aufgenommen. Die Mühle stellt einen überraschenden Kontrast zur modernen Citybauweise dar und sticht daher sofort aus der Umgebung hervor. Auch heute noch dreht sich die Mühle mindestens drei mal pro Woche. Mittlerweile gilt sie als emotionales Wahrzeichen Bremens und beherbergt ein Restaurant. Besichtigungen sind zum Mühlentag oder nach Absprache möglich.Der Roland vom Bremen
Ein weiteres Wahrzeichen Bremens ist der Bremer Roland. Die Rolandstatue wurde 1404 errichtet und befindet sich direkt vor dem Rathaus auf dem Marktplatz. Mit einer Gesamthöhe von 10,21 Metern stellt sie die größte freistehende Plastik des deutschen Mittelalters dar. Sie ist ein Bildnis des Rolands, einem Heerführer aus dem epischen Rolandslied, der angeblich ein Neffe Karl des Großen war. Er repräsentiert den Kaiser und die Marktrechte, die der Stadt Bremen von ihm verliehen wurden. Um ihn ranken sich verschiedene Bräuche und auf dem Bremer Freimarkt wird auch heutzutage der Roland mit einem Lebkuchenherz geschmückt.
Roland von Bremen, Quelle: Jens Bembennek / pixelio.de

