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Biokost soll auch an den Kiosken der Schulen und Kindertagesstätten Einzug halten. So will Nürnberg als “BioModellstadt” bis 2014 dafür sorgen, dass 50 Prozent des Essens dort aus dem Bioanbau stammen. Im Moment ist davon jedenfalls noch nicht viel zu sehen. Immer noch regieren Süßes, Würstchen und Softdrinks die Auslagen. So bestätigt auch Georg Altmann vom Schulamt, dass in Sachen Bio noch “eher wenig” passiert ist. Das liege zum Beispiel daran, dass sich die Gremien aus Lehrer und Eltern in den Schulen bislang kaum mit gesunder Kost auseinander gesetzt hätten.
Ein anderer Grund sind die Hausmeister, die häufig die Kioske betreiben. Denn auch wenn sich Eltern für die Bio-Lebensmittel entscheiden, hat immer noch der Hausmeister das letzte Wort. Dann heißt es, wenn er nichts mehr am Verkauf verdiene, werde der Kiosk dicht gemacht. Und dann würden die meisten Kinder natürlich lieber zur Süßgkeit greifen, als sich einen gesunden Müsliriegel zu kaufen. Altmann glaubt, dass das Ziel nur mit mehr Personal gelöst werden kann. Vor allem Ernährungswissenschaftler sollen vor Ort helfen, die Kinder zu einer gesünderen Ernährung zu führen. Problem sei nur, dass das Gesundheitsamt – das die Wissenschaftler stellt – schon jetzt unter einem Personalmangel leidet.
Kleine Erfolgsbeispiele gibt es aber durchaus. Die Grundschule Insel Schütt zum Beispiel konnte an ihrem Kiosk die Capri-Sonne mit Saftschorle ersetzen und Volkornbrot einführen. Doch die Rektorin Sandra Schäfer meint, dass trotzdem eine Aufklärungsarbeit für Kinder und Eltern unerlässlich sei. Schäfer würde auch gerne die Stadt in die Verantwortung nehmen, bei der die Hausmeister schließlich angestellt sind. Denn die Schule sei ja nicht verantwortlich für den Kiosk-Umsatz und damit den Verdienst der Betreiber.