Baustelle © moonrun – Fotolia.com
Die Regnitzbrücke in Fürth ist seit langem in einem sehr schlechten Zustand und soll daher in der Zukunft auch abgerissen werden. Damit die Brücke die Zeit bis dahin noch übersteht, wurden bereits verschiedene bauliche Veränderungen durchgesetzt. So ist der Verkehr auf der Brücke seit August vergangenen Jahres nur noch auf einer Spur möglich; Barrieren verengen dazu die Fahrbahn. Ampeln regeln den Verkehr, damit weniger Autos über die Brücke fahren und sie belasten. Außerdem dürfen Lkw schon gar nicht mehr die Brücke überqueren.
Nun will das Tiefbauamt weitere Maßnahmen ergreifen und sperrt dazu die komplette Regnitzbrücke über vier Tage. Autofahrer werden über den Stadelner Fischerberg umgeleitet. Es steht eine Inspektion an, außerdem beginnt das so genannte Bauwerkmonitoring. Dazu wird die Brücke an verschiedenen Stellen mit Senoren ausgestattet, die jeder kleinste Veränderung im Bauwerk – ob kleine Risse oder aufgeplatzten Beton – registieren und an Poilzei, Feuerwehr und Straßenverkehrsamt melden. Die können dann im Notfall sofort eingreifen und auch die letzte Fahrbahn dicht machen.
Desweiteren sind “Aufschlussbohrungen” geplant, die bereits dem Neubau der Brücke dienen. Damit untersuchen die Experten, welches Fundament in Zukunft nötig ist, indem sie den Boden an verschiedenen Stellen durchbohren. Die Löcher werden dann später wieder geschlossen. Bereits im kommenden Herbst sollen die Bauarbeiten für den neuen Boden beginnen. Allerdings steht das genaue Datum noch nicht fest. Eine Hürde sei es derzeit noch, den nötigen Baugrund von den bisherigen Besitzern zu kaufen. Die Gespräche dauern noch an.
Wenn es dann erst einmal soweit ist, sieht der Bauplan wie folgt aus: Neben der bestehenden Brücke soll zunächst ein schmaleres Bauwerk errichtet werden, das später als Rad- und Fußweg fungieren soll. Während der Umbauphase wird es aber für die Autos als einspurige Fahrbahn freigegeben werden. Erst dann wird die alte Brücke abgrissen und mit dem eigentlichen Neubau begonnen.