Arbeitnehmer fordern mehr Geld
Mal wieder fordern verschiedene Arbeitnehmer mehr Geld. Unter dem Slogan „Wir sind es wert“ streiken verschiedene Berufsklassen primär in Bayern. In erster Linie streiken Kindergärtnerinnen, Metaller und beschäftigte der Chemieindustrie.
Bayern bekam in der letzten Woche mal wieder zu spüren, wie unangenehm es ist, wenn Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst streiken. Kindergärten blieben geschlossen, Operationen wurden verschoben und der Müll wurde nicht abgeholt. In Bayern beteiligten sich rund 20.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes an den Protesten, die unter dem Motto „Wir sind es wert“ statt gefunden haben. Die Gewerkschaft Verdi stellt eine Forderung von 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber ein Plus von 200 Euro. Nun geht es wieder los. Verhandlungen finden statt. Anfangs ist die Kluft noch groß, doch man trifft sich irgendwo in der Mitte. Es ist ja immer das selbe Spiel. Nun geht es in den kommenden Monaten um neue Tarife für bundesweit neun Millionen Arbeitnehmer.
Die nächsten werden vermutlich die Arbeiter in der Metall- und Elektroindustrie sein. In den nächsten Tagen wird die bayerische Chemieindustrie beschließen, wie hoch ihre Forderungen sein werden. De erste Verhandlungsrunde wird am 23.04. stattfinden. Nach dem Aufschwung fordern nun die Arbeitnehmer eine deutliche Erhöhung des Gehalts. Die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie verlangen ca 6,5 Prozent mehr und bei den Arbeitern der Chemieindustrie ist auch von ca sechs Prozent die Rede.
Die Arbeitgeber lehnen die Tarifforderungen mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung ab. Ihre Zukunftserwartungen sind nicht so optimistisch, denn das Wachstum schwächelt. Die Forderungen sein unverhältnismäßig und irreal, so Angelique Renkhoff-Mücke, die Tarifverhandlungsführerin der Bayerischen Metallarbeitgeber. Es wird maximal mit einem Wachstum von 0,5 Prozent gerecht. Mit diesen Aussichten in eine Verhandlung zu gehen, wird dann wohl schwerfallen.


